So macht das Einhalten des Schabbat noch mehr Freude

Neue Kooperation der ZWST mit MitzveNow

In Kooperation mit MitzveNow hat die ZWST ein Set entwickelt, das alles enthält, was zum Feiern des Schabbat notwendig ist - in koscherer Qualität und zu einem besonders günstigen Preis.

Dein Schabbat Starter-Set:

Wahlweise Efrat Massoret Kiddusch-Wein oder Kerem Traubensaft (rot)

2 Challot mit Mohn- und mit Sesam-Topping, je 250 g (koscher parve unter Aufsicht von Rabbiner Avichai Apel). Unser Tipp für besten Geschmack: Challah einfrieren und rechtzeitig zum Schabbat ca. 4 Minuten im vorgeheizten Backofen bei ca. 180° mit Umluft nachbacken.

Wochenaktuelle Ausgabe von Talmud Israeli mit Talmud und Paraschat Haschawua für Kinder und die ganze Familie.

2 Neriot-Kerzen aus Israel1 

Salz-Stick (1 g)

Preis: 18€ inkl. bundesweitem Versand.

Dein Schabbat Starter-Abonnement

Als Abonnent erhältst Du zusätzlich zu Deinem Schabbat Starter-Set mit jeder Lieferung zwei Geschenke: 

Hawdalahkerze – vom Kunstatelier Omanut handgefertigt. In wunderschönem Wachsflechtwerk. 

Benscher mit Liedtexten und Tischgebeten für Schabbat – Birkat Hamason und Lieder zu Schabbat. Hebräischer Text mit Übersetzung und Transliteration ins Deutsche.

Preis: ab 15,50€ inkl. bundesweitem Versand.

Infos und Bestellung hier

Offizielle Verabschiedung des langjährigen Direktors der ZWST Beni Bloch

Festliches Event im Max-Willner-Heim

v.li.: Ran Ronen, Vorstandsmitglied der ZWST, Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates, Rabbiner Soussan, Rabbiner Apel, Ebi Lehrer, Präsident der ZWST, Beni Bloch mit Ehefrau Mirjam
Aufruf zur Thora
mit Uwe Becker, Bürgermeister u. Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt und Rabbiner Wassermann, WZO (li.)
mit der langjährigen Wegbegleiterin Tirza Hodes
Abschiedsrede

Ein großer Tag für die ZWST: Am 30. Oktober wurde Beni Bloch im Rahmen eines Festaktes im Max-Willner-Heim nach 48 Jahren Tätigkeit verabschiedet.

Eine Thorarolle für das Max Willner-Heim  Zum Abschied wurde Beni Bloch ein großer Wunsch erfüllt: eine Thorarolle für das Max Willner-Heim. Zur religiösen Ausstattung des Hauses, in dem immer auch Schabbat- und Feiertagsgottesdienste stattfinden, hat eine eigene Thorarolle gefehlt. Immer wieder musste sie von auswärts nach Bad Sobernheim gebracht werden. An Spendern hat es für dieses Geschenk nicht gefehlt. Rabbiner Avichai Apel hat den Kauf in Jerusalem bewerkstelligt, ein Thoramantel mit einer Widmung wurde eigens angefertigt und die Abschiedsfeier bot den Anlass, die Thorarolle feierlich einzuweihen, was mit dem Thoraaufruf des Geehrten dann auch geschah.

Mr. ZWST: In seinem Grußwort ging ZWST-Präsident Ebi Lehrer auf den Werdegang Beni Blochs ein. Geboren 1943 in Jerusalem, seit 1957 in Deutschland, Studium der Pädagogik in Frankfurt, Leiter des Jugendzentrums und bald darauf, bereits 1970, Leiter des Jugendreferates der ZWST, bis er dann 1987 die Leitung der ZWST als Nachfolger von Alfred Weichselbaum übernommen und bis in diesem Jahr 31 Jahre innehatte. Zu den Vorsitzenden, mit denen es Beni Bloch zu tun hatte, gehörten neben Heinz Galinski, Paul Spiegel, auch Ignatz Bubis und Max Willner. Und auch wenn die Vorsitzenden kamen und gingen, war Beni Bloch der Fels in der Brandung und bestimmte in seiner pragmatischen und zupackenden Art die Richtung der ZWST.

Herausforderungen: Bereits kurz nach seiner Amtsübernahme war die ca. 30.000 Mitglieder zählende jüdische Gemeinschaft in Deutschland mit einer der größten Herausforderung der Nachkriegszeit konfrontiert: der Integration jüdischer Zuwanderer aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Unterbringungsmöglichkeiten, Deutschkurse, Umschulungs- und Weiterbildungsangebote, Stärkung jüdischer Identitäten, das alles hat Beni Bloch umgesetzt, ist landauf und landab gefahren, um sich über die aktuelle Situation ein Bild zu machen.Die Gründung des berufsbegleitenden Studienganges „Jüdische Sozialarbeit“ an der Fachhochschule Erfurt gehörte ebenso zu seinem Lebenswerk wie die Etablierung der „Jewrovision“ und die internationalen Fachtagungen zu den psychischen Nachwirkungen der Shoah.

Siebzig Prozent Herz: Dass der Mensch zu siebzig Prozent Wasser, Benni Bloch aber zu siebzig Prozent aus Herz besteht, das bescheinigte ihm seinerzeit Paul Spiegel, sagte Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster in seinem Grußwort. Und auch wenn Deutschland sein Wirkungsraum war, so gehörte seine ganze Liebe dem Land, in dem er geboren wurde, Israel. Das bezeugen die Reiseangebote für Jung und Alt, für deren Realisierung sich Beni Bloch stets einsetzte. Auch im Kreis seiner Kollegen in den Wohlfahrtsverbänden gehören die Israel-Reisen zum festen Bestandteil der Zusammenarbeit, sagte Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Rabbiner Yechiel Wassermann von der World Zionist Organisation würdigte Beni Blochs Arbeit, die in die jüdische Gemeinschaft in ganz Deutschland hinein gewirkt habe.

Dass Beni Bloch der ZWST als Berater in Sachen Israel erhalten bleibt, versteht sich von selbst. Dass er sich auch vorstellen kann, die Leitung der Deutschland Dependance des Magen David Adom, des Israelischen Roten Kreuzes zu übernehmen, überraschte niemanden der etwa 200 Gäste. Beni ohne ein Engagement, das kann sich niemand vorstellen. Auch, dass er dem Frankfurter Gemeindevorstand weiter erhalten bleibt, ist Ehrensache. Gemeinderatsvorsitzender Dr. Andrei Mares dankte ihm für sein unermüdliches Engagement für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

Die stehenden Ovationen, mit denen Beni Bloch an diesem Nachmittag verabschiedet wurde, zeugten von tiefer Dankbarkeit und Anerkennung.

Dr. Susanna Keval, Jüdische Gemeindezeitung Frankfurt/Main,
Fotos: Rafael Herlich

Wohlfahrtsverbände würdigen Journalisten mit dem Deutschen Sozialpreis 2018

Fotos: BAGFW/Hasskarl
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Sparte Print: Vivian Pasquet, 
„Frau Held, Mutter“, GEOSeit 17 Jahren nimmt Kerstin Held Pflegekinder mit Behinderung auf, die sonst in Heimen leben müssten.

Sparte Online: Eva Riedmann und Michael Bartlewski, Robert Stoeger, Markus Valley und Marie Kilg, „Wie ist es trans* zu sein?“, funkDie Youtube-Doku-Reihe begleitet zwei Menschen in ihr Leben als Transmann bzw. Transfrau.

Sparte Hörfunk: Johannes Nichelmann,  „Der einsame Tod des Herrn D.“, DeutschlandfunkDas Feature geht der Frage nach, wie es geschehen konnte, dass Herr D. fünf Jahre tot in seiner Wohnung lag.

Sparte Fernsehen: Sanaz Saleh-Ebrahimi,  „Volksdroge Alkohol - Der legale Rausch“, ZDF zoom

Preisverleihung im Rahmen des Politikforums zum Thema „Wer ist drin - wer ist draußen?“

Seit 1971 verleihen die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege den Deutschen Sozialpreis. Der Medienpreis der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zur sozialen Lebenswirklichkeit in Deutschland ist mit insgesamt 20.000 € dotiert und wird in vier Sparten vergeben. Dabei steht die Wirkung auf das gesellschaftliche Bewusstsein im Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden Beiträge in den Sparten Print, Hörfunk, Fernsehen und Online, die sich mit den besonderen Situationen oder Problemen Not leidender und sozial benachteiligter Menschen in Deutschland auseinander setzen. Der Preis ist einer der wichtigsten Journalistenpreise in Deutschland.

Die Jury hat ein breites Profil, ihre Unabhängigkeit ist unbestritten, sie bündelt einen hohen Sachverstand und ihre Kompetenz führt zu überzeugenden Entscheidungen. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren von März bis September 2018 wurden rund 300 Einreichungen beurteilt und eine Nominierungsliste für jede Sparte zusammengestellt. In der Hauptjurysitzung im ZDF Hauptstadtstudio wurden aus den für die Endrunde nominierten Beiträgen die Preisträger für den Deutschen Sozialpreis ermittelt. Für die ZWST war Margrit Behrens-Globisch, Referentin für Grundsatzfragen in der Hauptjury vertreten, sie hat sich gemeinsam mit Günter Jek, Leiter der ZWST Berlin und Heike von Bassewitz, ZWST Öffentlichkeitsarbeit auch an der Vorauswahl beteiligt. Die Brisanz der Themen, die intensive Recherchearbeit sowie die herausragende Machart überzeugten.

Wer ist drin, wer ist draußen? Was braucht der Mensch, um Teil der Gesellschaft zu sein? Preisverleihung im Rahmen des BAGFW-Politikforums 
Am 28. November 2018 wurden die Preise im Rahmen des BAGFW-Politikforums in der Akademie der Künste in Berlin überreicht. Prominente Rednerin war Bundesministerin Dr. Franziska Giffey. In einer abschließenden Talkrunde gab es die Gelegenheit zum Gespräch mit Dr. Giffey, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, dem Vizepräsident der BAGFW und den Preisträgern. Das Politikforum versteht sich als Kommunikationsplattform für Politik, Medien und Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Es werden aktuelle gesellschaftliche Fragen in den Blick genommen werden. In diesem Jahr die Frage, warum Menschen am Rande oder außerhalb unserer Gesellschaft stehen. Wie gehen wir mit ihnen um? In welcher Funktion sehen sich Medien, Verbände und Politik? Wie ändert sich die Situation angesichts aktueller Entwicklungen in Deutschland und Europa? Zu diesen Fragen sollten Impulse gegeben werden. Sie rahmten die Verleihung des Deutschen Sozialpreises 2018 ein und gaben ihr eine besondere Relevanz.

Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Arbeiten wurden den geladenen Gästen vorgestellt. ZWST-Präsident Ebi Lehrer überreichte den Preis der Sparte Print an Vivian Pasquet für ihren berührenden Artikel über „Frau Held, Mutter“. Kerstin Held nahm Pflegekinder mit Behinderungen bei sich auf, neun im Lauf der Zeit: Autisten, Alkoholgeschädigte, Sterbenskranke.

BAGFW, HvB, ZWST

Wegweisende Initiative

ZWST und IsraAID freuen sich über die Auszeichnung ihres Engagements für die Flüchtlingshilfe

Preisübergabe an Gal Rachmann, Country Director IsraAID Germany, durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel

Foto: Bundesregierung/Hans-Christian Plambeck

v.li.: Aron Schuster, Direktor der ZWST, Günter Jek, Leiter der ZWST Berlin, Ebi Lehrer, Präsident der ZWST, Juliane Hüber-Lukowiak, AJC Berlin, Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Maria Böttche, Zentrum ÜBERLEBEN, Yotam Polizer, CEO IsraAID, Gal Rachmann, Country Director IsraAID Germany, Sarah Darge, IsraAID Germany

„Wir hatten nicht damit gerechnet“, sagt Aron Schuster, Direktor der ZWST. Doch soeben haben er und Günter Jek, Leiter des Berliner ZWST-Büros, im Bundeskanzleramt den Nationalen Integrationspreis für das Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen“ erhalten. Zum zweiten Mal verlieh die Bundesregierung die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung, die Gal Rachmann, Direktor von IsraAID Germany, von der Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht wurde. Ebenfalls anwesend zur festlichen Preisverleihung am 29. Oktober waren Abraham Lehrer, Präsident der ZWST sowie Dr. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats.Sich um Flüchtlinge zu kümmern, ist für die ZWST eine gute Tat. Als im Sommer 2015 viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, hatten sich die Mitarbeiter der ZWST Gedanken gemacht, wie sie helfen könnten. Es entstand die Idee, eine langfristige psychosoziale Unterstützung auf die Beine zu stellen. Deshalb gab es bald Gespräche mit dem Leiter der israelischen Hilfsorganisation IsraAID und IsraAID Germany e.V. wurde gegründet.

Interkulturell: Getragen wird das interkulturelle Hilfsangebot von der ZWST und IsraAID Germany. Die Organisation hilft Menschen, die in ihrer Heimat oder auf der Flucht Schlimmstes erlebt haben, und will Brücken bauen zwischen Religionen und Kulturen. Die Mitarbeiter haben arabisch-israelische, jüdisch-israelische und deutsche Wurzeln. Sowohl Juden wie Muslime als auch Christen engagieren sich in dem Projekt, das mittlerweile mehrere Standorte in Deutschland hat.

Jury: 33 Projekte hatten sich für den Nationalen Integrationspreis 2018 beworben. Thema war in diesem Jahr: Wertevermittlung. In der Jury saßen die Integrationsforscherin Naika Foroutan, der Psychologe Ahmad Mansour, der Fußballprofi Sami Khedira, Frankfurts ehemalige Oberbürgermeisterin Petra Roth und Frank-Jürgen Weise, ehemaliger Leiter der Bundesarbeitsagentur und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).Unter die letzten zehn kamen unter anderem die Zeitschrift „Neu in Deutschland“ sowie die Initiativen „Ehrenamtliche anwaltliche Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ und die „Stadtteilmütter in Köln-Meschenich“. Die Moderation der Preisverleihung hatte die ARD-Journalistin Linda Zervakis übernommen. Jury-Vorsitzender Frank-Jürgen Weise erläuterte, wie es zu der endgültigen Entscheidung kam. Mehrere Kriterien wie Nachhaltigkeit, Intensität des Engagements, Übertragbarkeit, Innovationskraft und Wirkungsgrad wurden mit Punkten bewertet – und die meisten habe „Brückenbau“ erhalten. Alle Kriterien seien erfüllt worden, das Konzept sei stimmig, und inzwischen werde mehr als 6000 Menschen geholfen.

Was das Projekt aber zu etwas Besonderem mache, sei der Auftrag in der Beratung: Dass die Menschen mit „unseren Werten konfrontiert werden“. Ebenso besonders sei es, dass Muslime, Juden und Christen zusammenarbeiten und auf diese Weise ein gutes Vorbild darstellten. Das sollte Schule machen, forderte Weise.In einem kurzen Film zeigte die Organisation, wie sie arbeitet. Die Mitarbeiter besuchen die Flüchtlinge in ihren Unterkünften und sprechen mit ihnen. „Sie sollen das Gefühl haben, gesehen zu werden“, sagt eine Mitarbeiterin in dem Film. Sie sollen spüren, dass jemand da ist und ihnen helfen will, sich in dem fremden Land wohlzufühlen. Frauen sollen sich mithilfe von Gesprächen weiterentwickeln und Männer gestärkt werden. Und schließlich sollen die Geflüchteten anderen Geflüchteten helfen.

Angela Merkel sprach von einer „geradezu wegweisenden Initiative“. „Der Einsatz für Integration und Wertevermittlung ist sicher nicht immer leicht. Der Ton ist ja auch etwas gereizter geworden.“ Und fügte an: „Integration lohnt sich.“ Das gelinge dem Projekt „Brückenbau“ besonders eindrucksvoll, da es Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfession einander näherbringe. Gerade dieser psychosoziale Ansatz zeichne das Projekt aus.
Er führe dazu, dass Menschen, die Schmerz und Trauer erlebt haben, sich überhaupt für ein neues Land öffnen können. Gleichzeitig vermittele es westliche und demokratische Werte und Ideale, zum Beispiel Toleranz, Gleichberechtigung, Nichtdiskriminierung und die Akzeptanz unterschiedlicher religiöser Lebensweisen und Weltanschauungen. „Wenn ein Jude in der Schule beschimpft wird, muss die Schule handeln. Wenn ein Jude wegen seiner Kippa angepöbelt wird, dann der Rechtsstaat“, sei einer dieser Grundsätze.
Die Geflüchteten sollen in Deutschland die Möglichkeit haben, ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Deutschland sei um vieles ärmer ohne seine Menschen mit Migrationshintergrund, betonte Angela Merkel.

Die Arbeit des Projektes ist vielfältig organisiert. In Frankfurt und Berlin bieten Psychologen, Sozialarbeiter und Kunsttherapeuten von IsraAID psychosoziale Unterstützung vor allem für traumatisierte Frauen an. In einem Bürgerzentrum der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen und in der jüdischen Gemeinde Osnabrück wird ein zivilgesellschaftlicher Ansatz verfolgt, indem über ehrenamtliches Engagement von Frauen das gesellschaftliche Miteinander gefördert wird.
In Berlin gibt es darüber hinaus die Initiative „Kompass Leadership“, Hilfe von Flüchtlingen für Flüchtlinge. Die Betroffenen werden beraten und bekommen Orientierungshilfen in den Unterkünften, um später die Integration von anderen Geflüchteten unterstützen zu können. Etwa 20 Mitarbeiter seien im Einsatz, sagt Aron Schuster.Auf dem Ruhm des Integrationspreises wollen sich die Mitarbeiter der ZWST jedoch nicht ausruhen. Sie haben schon neue Ideen parat: Erstmals sollen nun im Ausland in einer Unterkunft in Griechenland Angehörige einer Flüchtlingsfamilie betreut werden, bevor sie nach Deutschland kommen. „Damit ihr Aufenthalt hier schon vorbereitet ist.“

Christine Schmitt
(Artikel erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 01.11. 2018)

Partizipation in der Empowermentarbeit - Fachtag der BAGFW

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Seit 2016 machen die Verbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) in, von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geförderten Projekten die Perspektiven geflüchteter Frauen und anderer schutzbedürftiger Personen sicht- und hörbar(er). Dabei unterstützen sie diese durch ein breites und bedarfsorientiertes Angebot bei der Gestaltung eines selbstbestimmten Lebens.

Partizipation ist ein wesentlicher Faktor bei der Planung und Durchführung vieler Projekte. Doch was verstehen wir eigentlich unter Partizipation? Reden wir von Mitgestaltung an Projekten, von Selbstorganisation oder von „echter“ politischer Teilhabe? Welche Form der Partizipation ist überhaupt möglich, wenn nicht alle die gleichen Rechte bzw. Zugänge zu Rechten und Möglichkeiten der Teilhabe haben? Wie kann Partizipation dennoch gestärkt und eine (veränderte) Beteiligungskultur entwickelt werden? Wie können Räume in der alltäglichen Arbeit geschaffen werden, in denen geflüchtete Frauen ihre Interessen selbstverantwortlich vertreten können und was braucht es dazu an Veränderungen in den bestehenden Rahmenbedingungen?

Unter dem Motto „Partizipation in der Empowermentarbeit – Ansätze aus der Arbeit mit geflüchteten Frauen und anderen schutzbedürftigen Personen“ führte die BAGFW am 18. Oktober 2018 einen Fachtag in der Werkstatt der Kulturen in Berlin durch und knüpfte dabei an die erfolgreichen Fachveranstaltungen der letzten beiden Jahre an. Das Ziel war es, Projektmitarbeiter/innen, Aktivisten/innen, Geflüchtete und andere an dem Thema interessierte Personen zusammenzubringen. Gemeinsam wurde die bisherige Projektarbeit unter dem Licht der Partizipation beleuchtet und kritisch reflektiert.

Die ZWST war mit ihrem Partner IsraAID und zahlreichen ProjektmitarbeiterInnen des gemeinsamen Projektes „Brückenbau“ dabei und hat sich aktiv an den Workshops beteiligt.

Günter Jek, Leiter der ZWST Berlin,
Fotos: Julia Vogel