DIFDvolunteers Clara, Leroy und Oskar berichten aus Israel

Die DIFDvolunteers Clara, Leroy, Anna und Alen in der Negevwüste
Oskar kam über sein Engagement bei der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zum DIFD
Kunstwerk von Leroy und einem ´Friend`

Der Deutsch-Israelische Freiwilligendienst (DIFD) ist in seinem 4. Jahrgang. Seit 2015 können Deutsche und Israelis im Alter von 18 bis 27 Jahren einen Freiwilligendienst im jeweiligen Partnerland absolvieren. Dabei helfen sie nicht nur anderen, sondern lernen auch viel über sich selbst. Derzeit sind 16 deutsche DIFDvolunteers in Israel, die bisher größte Gruppe. Drei von ihnen, Clara, Leroy und Oskar, beschreiben die Eindrücke der ersten drei Monate:

Clara: „Mein Name ist Clara, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Baden-Baden. Seit 3 Monaten bin ich nun bereits in Israel. Obwohl ich das Land bereits kannte, sind die vielen Eindrücke und Erlebnisse, der andere Tagesablauf, die fremden Menschen, die Arbeit, die Sprache, das Essen, die Kultur, etc. total aufregend. Die Arbeit mit behinderten Menschen macht mir großen Spaß, man erfährt jeden Tag neues und lacht viel. Auch in unserer WG habe ich mich schnell eingelebt. Ein Höhepunkt unserer bisherigen Zeit war der Besuch bei Yam in seinem Kibbutz am See Genezareth. Yam hat selbst im vergangenen Jahr über den DIFD ein Jahr in Frankfurt verbracht. Wir haben uns auf dem Vorbereitungsseminar in Bad Sobernheim kennengelernt. Sobald wir in Israel waren, hat er uns eingeladen. Der Kibbutz liegt idyllisch am Jordan und ist wunderschön. Wir haben am Fluss gecampt und hatten viel Spaß zusammen. Ich fühle mich hier wohl und habe das Gefühl, dass ich hier so langsam auch zuhause bin. Man kennt sich in der Stadt aus, weiß wo man gut einkaufen kann, wie man wohin kommt und kann sogar einige wenige Brocken Hebräisch.“

Leroy: „Ich habe mich schon sehr an die Arbeit mit den Autisten bei ALUT (Israeli Society of Autistic Children) gewöhnt. Bei ALUT werden sie ´Friends` genannt. Ich weiß mittlerweile, was ich tun muss, ohne immer die Betreuer zu fragen. Wir wurden von Anfang an voll eingesetzt, was zuerst schwer war, aber inzwischen habe ich die einzelnen Friends kennengelernt und weiß, wie sie reagieren. Ich helfe ihnen, ihren Alltag ohne Hindernisse zu schaffen. Ich bin in Kfar Saba, einer ruhigen familiären Stadt, in der es eigentlich nur eine Straße mit Geschäften gibt. Die Arbeit ist anstrengend, jedoch ist es immer wieder ein schönes Gefühl, die Friends ins Bett zu bringen und ihnen ´laila tov` zu wünschen. An den zwei freien Tagen in der Woche ist immer was zu tun. Mal ruht man sich aus oder trifft Freiwillige aus anderen Städten und unternimmt etwas gemeinsam, sei es in Jerusalem oder Tel Aviv. Diese drei Monate sind jetzt schon eine große Erfahrung, für mich persönlich und auch in der Arbeit mit den Friends.“

Oskar: „Die Arbeit wird zusehends zum Alltag. Ich gewöhne mich immer mehr an die Eigenheiten der Friends. Ich weiß mittlerweile, wie ich damit umzugehen habe. Auch an die Worker habe ich mich gewöhnt und weiß, mit wem man am besten zusammenarbeitet. Natürlich gibt es trotzdem Situationen, in denen ich nicht weiß, wie ich handeln soll. Trotzdem macht mir die Arbeit manchmal sogar Spaß, was ich anfangs nie gedacht hätte. Auch in Sachen Reisen gibt es eine Art Alltag. Meistens entscheide ich mich zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Jerusalem wird für mich immer eine sehr besondere Stadt bleiben. Aber inzwischen habe ich auch eine Sympathie für Tel Aviv entwickelt und fühle mich dort sehr wohl. Ab Sonntag findet unser zweites Seminar in Haifa im Rutenberg-Haus statt, darauf freue ich mich schon sehr. Außerdem werde ich wahrscheinlich zum ersten Advent mit ein paar Freunden in ein Kloster an den See Genezareth fahren. Im Dezember findet das Jerusalem Jazzfestival statt, für das ich mir mit ein paar Freunden Tickets besorgen werde. Ende Dezember besuchen mich meine Eltern und mein Bruder. Das sind die bevorstehenden Ereignisse.“

Kontakt und Info Laura Cazés

T.: 069 / 944371-33
cazes@zwst.org