Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 4 · Dezember 2017

Podiumsgespräch mit Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und Rabbiner Dr. Joel Berger, moderiert von Daniel Neumann (Mi.)

Tikkun Olam - die Welt besser machen

Podiumsgespräch in Stuttgart

„Tikkun olam“ – die Welt besser machen – ist einer der wichtigsten Bausteine des Judentums. Jeder Jude sieht sich in der Pflicht, hierzu einen Beitrag zu leisten. Dies erklärt, warum ehrenamtliches und gesellschaftspolitisches Engagement für Juden selbstverständlich ist, verbunden mit dem besonderen Stellenwert von Bildung und einer intensiven Kultur des Lernens. Im Kontext ihres Leitbildes „Zedaka“ folgt die ZWST dieser „Mitzwa“ seit 100 Jahren, auch zu Zeiten, als es so aussah, als könnte es nie wieder jüdisches Leben in Deutschland geben. Ursprünglich als Gerechtigkeit definiert („Zedek“, hebr.: Recht oder Gerechtigkeit), hat sich der Begriff zu einer allgemeingültigen Bezeichnung für Wohltätigkeit entwickelt. Die niedrigste Stufe der Zedaka ist die Gewährung von Almosen, die höchste, den Benachteiligten in die Lage zu versetzen, von Hilfe unabhängig zu werden.

Im Rahmen der jüdischen Kulturwochen in Stuttgart war die ZWST im November 2017 Kooperationspartner eines Podiumsgesprächs im Hospitalhof (Ev. Bildungswerk) zum Thema „Gesellschaftspolitische Kultur im Judentum“. Jutta Josepovici (Leiterin des ZWST-Sozialreferates) und Barbara Traub, (Vorstandsmitglied der ZWST, Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs) skizzierten in ihrem Grußwort Aufgaben und Ziele der ZWST und betonten den Anspruch, den jeder Jude an sich haben sollte: Die Welt ein klein wenig besser zu machen

Souverän moderiert von Daniel Neumann, Direktor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Hessen, diskutierten Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und Rabbiner Dr. Joel Berger über sozialpolitisches Engagement im Judentum. In ihrem unterhaltsamen Austausch eröffneten sie einen Blick auf unterschiedliche jüdische Perspektiven, aber auch Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Frage nach „Tikkun Olam“. Das in erster Linie nicht-jüdische Publikum folgte interessiert der Diskussion, und es gab kaum genug Zeit, um die vielen Fragen zu beantworten und intensiver auf verschiedene Statements einzugehen.

HvB, ZWST

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