Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 4 · Dezember 2017

Fotos:

Dave Grossmann

Antisemitismus an der Schule - Empowermentkonzepte und Handlungsstrategien

Fachsymposium in Berlin

Häufigkeit, Ausmaß und Wirkung antisemitischer Vorfälle an deutschen Schulen sind dank der Veröffentlichung des Berichts des Zweiten Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus im April 2017 nun auch erstmalig aus der Perspektive der Betroffenen wissenschaftlich dokumentiert. Auch die Programme des Kompetenzzentrums sowie die Arbeit der neuen Beratungsstelle „OFEK“ für Betroffene ermöglichen einen kontinuierlichen Einblick in die Wahrnehmungen der jüdischen Bevölkerung bezogen auf Antisemitismus an der Schule. Die Expertise des Kompetenzzentrums beruht auf langjährigen Erfahrungen in der Fort- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften, wodurch eine tiefe Kenntnis über den Umgang mit Antisemitismus auf der Ebene von Institutionen generiert werden konnte.

Da die Thematik an Aktualität stetig zunimmt, widmete das Kompetenzzentrum als Fachstelle für Bildung und Beratung sein Fachsymposium im Oktober 2017 dem Schwerpunkt „Antisemitismus an der Schule – Empowermentkonzepte und Handlungsstrategien“. Geladen waren 130 Teilnehmende - Experten aus Politik, Wissenschaft, formaler und non-formaler Bildung und jüdischer Zivilgesellschaft -, die sich zwei Tage lang intensiv über Fragen der Prävention, Intervention und Beratung austauschten.

Es gab vier multiperspektivisch gestaltete Panelgespräche, Workshops sowie Open Spaces für die Diskussion im Plenum. Hier wurden die Herausforderungen, die Lehr- und Fachkräfte in Bezug auf Antisemitismus an deutschen Schulen erleben, erörtert, die Bedarfe an Fort- und Weiterbildung für die Bewältigung dieser Aufgaben spezifiziert, bestehende Angebote vorgestellt und der Betroffenenperspektive im Hinblick auf Unterstützungs- und Beratungsmaßnahmen Raum gegeben.

Das Kompetenzzentrum stellte in diesem Rahmen auch sein neues Schulungs- und Beratungsprogramm „ACT“ zum Umgang mit Antisemitismus in Institutionen vor. Die Schaffung von Bündnissen und einer gemeinsamen Grundlage für die Entwicklung von Konzepten, mit denen Antisemitismus in der Schule wirksam entgegen getreten werden kann, gehörten zu den wesentlichen Zielen der Veranstaltung. Dem Fachsymposium gelang es nicht nur, ein breites Publikum zu erreichen (wie etwa direkt oder indirekt Betroffene, politische Repräsentanten, Lehrer, Akteure der Politischen Bildungsarbeit etc.) und Koalitionen zu ermöglichen, sondern auch, das brisante Thema medienwirksam in Stellung zu bringen.

Romina Wiegemann, Marina Chernivsky

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