EDITORIAL

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 4 · Dezember 2016

Liebe Freunde der ZWST, liebe Leser,

2017 wird für die ZWST ein Jahr von besonderer Bedeutung. Am 09. September 2017 jährt sich die Gründung unseres Wohlfahrtsverbandes zum hundertsten Mal. Die ZWST wird dieses große Jubiläum zum Anlass nehmen, zurück zu blicken, um die Erfolge, aber auch die Rückschläge jüdischer Wohlfahrtsarbeit im vergangenen Jahrhundert in Deutschland noch einmal Revue passieren zu lassen. Verschiedenste Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen werden das Jubiläum das gesamte Jahr über in den Vordergrund unserer Arbeit rücken.

Der Blick in die Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit der Geschichte der ZWST ist zugleich auch Auftrag für die Zukunft. Dies gilt in vielfacher Hinsicht für das Wirken der Zentralwohlfahrtstelle in den kommenden Jahrzehnten.

Eine aktive nachwachsende Generation wird immer das Fundament einer starken jüdischen Gemeinschaft bilden. Trotz demographischen Wandels in den Gemeinden gelingt es unserem Jugendreferat, eine zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen zu erreichen. Nachwuchsförderung und attraktive Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden daher auch in Zukunft oberste Priorität haben.

Zeitgleich wächst die Nachfrage nach Angeboten für die Generation 60Plus. Ein besonderer Fokus liegt hierbei bei den Zuwanderern, die durch die teilweise Nichtanerkennung der im Herkunftsland erworbenen Abschlüsse und den dadurch bedingten Bruch in ihren Erwerbsbiographien kein ausreichendes Versorgungsniveau erzielen, um ohne Grundsicherung im Alter auszukommen. Es wird daher umso mehr ein Auftrag der ZWST sein, die Stimme für diesen benachteiligten Personenkreis zu erheben. Aktuell sind wir bemüht, zwei erhebliche Benachteiligungen jüdischer Pflegebedürftiger in vollstationären Einrichtungen im Kabinettsentwurf der anstehenden Pflegereform zu korrigieren.

Weltpolitische Veränderungen wie Kriege und Zuwanderungsströme hatten stets Einfluss auf das Wirken der ZWST. Dies gilt bis heute. Millionen Menschen fliehen derzeit vor Gewalt und Armut nach Europa. Auch die ZWST wird als zivilgesellschaftlicher Partner ihren Anteil zu einem gelingenden Zusammenleben in Deutschland beitragen. So leistet die ZWST derzeit mit Unterstützung arabisch sprechender Sozialarbeiter aus Israel psychosoziale Hilfe für traumatisierte Frauen und Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt in einer Flüchtlingsunterkunft der AWO. Wir freuen uns, dieses Hilfeangebot ab Dezember 2016 in einer weiteren Flüchtlingsunterkunft der Johanniter (Kreisverband Rhein-Main) noch ausweiten zu können.

Unser Leitbild „Zedaka“ wird bei allen Aktivitäten und Aufgabenstellungen stets Wegweiser für die Arbeit der ZWST sein - wie in den vergangenen 100 Jahren.

Mit den besten Wünschen für ein gutes und friedliches Jahr 2017,

Ihr Aron Schuster, stellv. Direktor der ZWST

 

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