Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · September 2018

ACT - ein neues Bildungs- und Beratungsprogramm für pädagogische Fachkräfte

Antisemitismus tritt in diversen Sozialräumen auf.In der letzten Zeit sind zunehmend, neben subtileren Erscheinungsformen, offene und auch gewaltvolle Aggressionen gegen Jüdinnen und Juden wie auch gegen andere Menschen oder auch Institutionen, die als jüdisch identifiziert werden, zu beobachten. Diese Entwicklungen manifestieren sich besonders häufig an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Einen Grund hierfür sehen wir unter anderem in der gewachsenen Bedeutung sozialer Medien und einer schnelleren Verbreitung antisemitischer Hetze, aber auch in der Reaktion pädagogischer Fachkräfte im Umgang mit antisemitischen Situationen. Nach wie vor ist der Umgang mit Antisemitismus kein Lerngegenstand der pädagogischen Ausbildung und wird als Fortbildung auch eher selten in Anspruch genommen. Die steigenden Fallzahlen antisemitischer Diskriminierung und Gewalt stellen jedoch die Fachkräfte vor die Herausforderung, kompetent auf diese Entwicklungen zu reagieren. - Das neue Bildungs- und Beratungsprogramm ACT verbindet bereits erprobte Verfahren und Methoden mit einer noch stärkeren Ausrichtung auf Beratung, Prozessmoderation und Qualitätsentwicklung. Es richtet sich an pädagogische und soziale Fachkräfte, vorwiegend an Lehrer*innen, Erzieher*innen, Pädagog*innen, Psycholog*innen sowie Mitarbeitende der Schulverwaltung und -behörde. Das Programm fördert ein tiefgehendes und praxisorientiertes Verständnis von Antisemitismus und bietet eine Möglichkeit für Reflexion und kollegialen Erfahrungsaustauch. Ziele und Themenschwerpunkte sind vor allem die Selbstreflexion über gängige Ressentiments, das Ergründen eines differenzierten Verständnisses von Antisemitismus, eine Analyse der aktuellen Erscheinungsformen und der Herausforderungen, die sich daraus ergeben.

ACT kann bundesweit als pädagogisches Programm angeboten werden. Es umfasst mindestens 3 zwei-tägige Module mit anschließender Praxisbegleitung und Supervision je nach Bedarf. Die Trainingstage bieten Fachkräften Unterstützung im Umgang mit antisemitischen Vorfällen und schaffen einen geschützten Raum für Fallbearbeitung und Methodenschulung. Das erste ACT-Programm hat im Juni in Berlin gestartet, der zweite Standort ist Thüringen.

Marina Chernivsky, Leiterin des Kompetenzzentrums

 

Termine hier:

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Kontakt:

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