Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · September 2018

Sei dabei, sei du selbst und mach mit, denn das wird dein Machane !

Gib Inklusion eine Chance !

Unter diesem Motto starteten das Jugend- und Sozialreferat im Rahmen des Gesher-Inklusionsprojektes für Kinder und Jugendliche in die Planung der diesjährigen Machanot.

Verteilt auf drei Turnusse fuhren sieben Inklusionskinder und sieben Inklusionsbegleiter nach Bad Sobernheim und Italien, um gemeinsam mit Hunderten von Kindern aus vielen jüdischen Gemeinden Deutschlands einen unvergesslichen Sommer zu verbringen.

Während die Vorbereitungen auf die Sommermachanot schon auf Hochtouren liefen, ließen es sich die Madrichim nicht entgehen, sich weiterzubilden. So nahmen die Teilnehmer des diesjährigen Vorbereitungsseminars an einem Vortrag zum Thema „Herausforderndes Verhalten“ teil. Sie erhielten eine speziell auf die Bedürfnisse der teilnehmenden Inklusionskinder abgestimmte Einführung in die Erscheinungsformen des Autismus Spektrums.

Jedes Jahr ist es für die ZWST ein Erfolgserlebnis, zu sehen, dass sich die Inklusionskinder von Machane zu Machane weiterentwickeln und selbstständiger werden. Heranwachsende, die sich vor Jahren sich nicht trauten, mit auf Machane zu fahren, können heute die Sommer- und Winterfreizeiten kaum erwarten und haben und kontinuierlichen Kontakt zu ihren Betreuern und anderen Chanichin. Die Teilnahme an den Machanot der ZWST gibt den Kindern und Jugendlichen Selbstbewusstsein und die Möglichkeit selbständiger zu werden. Die gemeinsam verbrachte Zeit schenkt ihnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Talente. Der ZWST ist es ein wichtiges Anliegen, noch vielen weiteren Inklusionskindern eine unvergessliche und unbeschwerte Zeit zu ermöglichen.

Daher organisiert das Inklusions-Projekt Gesher vom 03./05. bis 10. Oktober 2018 ein inklusives Mini-Machane in Bad Sobernheim. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Familien mit Kindern mit einer geistigen oder psychischen Behinderung, die gruppenfähig sind. Betreut werden die Kinder und Jugendlichen von geschulten Jugendleitern und Jugendbetreuern, die für die Kinder Spiele und künstlerische Aktivitäten zu verschiedenen jüdischen Themen anbieten.

Eva Okuna, ZWST, Inklusionsprojekt Gesher

 

Projektleitung „Gesher“:

Dinah Kohan

kohan@zwst.org

 

Leitung  Jugendreferat

Nachumi Rosenblatt

rosenblatt@zwst.org

 

Inklusives Mini-Machane

Info u. Kontakt:

Eva Okuna

T.: 0174 / 6825 833

okuna@zwst.org

 

Marina Chekalina

T.: 069 / 944371-19

chekalina@zwst.org

Im Gespräch mit Deborah (20),
die zum 2. Mal als Inklusionsmadricha dabei war

Was sind die besonderen Anforderungen dieser Betreuung – im Unterschied zum ´normalen` Engagement als Madricha? „Aus meiner Perspektive ist es eine spezifische Anforderung, dass man sich auf das Kind komplett einlassen muss. Man darf es eigentlich nie aus den Augen lassen und sollte immer präsent sein.“

Was waren für dich persönlich die Highlights, kannst du ein Erfolgserlebnis beschreiben? „Mein persönliches Highlight war es, zu sehen, wie sehr das Kind aufgegangen ist, Tag für Tag immer mehr. Es ist unglaublich zu erleben, wie die Kinder ein Teil des Ganzen werden. Was ich auch toll finde, ist die Offenheit und Hilfsbereitschaft der anderen Chanichim.

Ein Beispiel dafür hatten wir an Shabbat, wo nach dem Essen lustige Geschichten vom Machane erzählt wurden. Ob Chanich oder Madrich - jeder konnte nach vorne und sein persönliches Highlight vom Machane erzählen. Und so kam D. freiwillig nach vorne und fing an, mit viel Enthusiasmus seine Geschichte zu erzählen. Die Kinder haben ihm alle zugehört und am Ende applaudiert. Das sind genau die Momente, für die ich mich als Inklusionsmadricha engagiere.“

Was würdest du anderen Betreuern weitergeben, die das erste Mal ein Kind oder Jugendlichen mit einer Behinderung auf Machane begleiten? „Viele haben nicht den Mut, weil sie sich nicht sicher sind, ob das was für sie ist. Aber jeder, der das wirklich will, schafft es. Man muss den Kindern zuhören und für sie da sein. Man sollte sie darin bestärken, ein Teil des Machanes zu sein - und nicht ein ´extra Fall`, der eine ´extra Begleitung` braucht.“

Vielen Dank!

HvB, ZWST

Deborah lebt in Berlin und studiert Gesundheitsmanagement.

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