Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · September 2018

Liebe Freunde der ZWST, liebe Leser,

die ZWST steht in den kommenden Jahren vor vielen Herausforderungen, aber auch großen Chancen.

Die jüdischen Gemeinden bekommen die Auswirkungen der demographischen Entwicklung - Überalterung, Nachwuchsmangel - immer stärker zu spüren. Der Wettbewerb um Fördermittel wird härter. Die finanzielle Situation unseres Verbandes bleibt angespannt. Das gesellschaftliche Kima wird rauer und Antisemitismus auf den Straßen spürbarer.

Die andere Seite der Medaille  lässt aber durchaus optimistischer in die Zukunft blicken.

Trotz sinkender Mitgliederzahlen in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen, erreichen wir Jahr für Jahr mehr Kinder und Jugendliche. Die Nachfrage unter Senioren und Seniorinnen nach unseren Angeboten im Bereich Demenz, psychosoziale Unterstützung und Ehrenamt steigt ebenfalls. Mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment bringen wir uns aktiv ein, entwickeln Lösungsstrategien und Konzepte der Bildungsarbeit gegen Diskriminierung und Antisemitismus. In den vergangenen Wochen konnten wir mit der Genesis Philanthropy Group und der Rothschild Foundation Europe neue Zuwendungsgeber für die ZWST gewinnen.

Mit Formaten wie dem ersten Parlamentarischen Abend der ZWST in Berlin werden wir sozialpolitische Entwicklungen zukünftig verstärkt begleiten und gestalten.

Die ZWST ist und bleibt die soziale Stimme der jüdischen Gemeinden in Deutschland! Wir sind - getreu unserem seit mehr als 100 Jahren gültigen Leitbild „Zedeka“ - in erster Linie für all diejenigen Menschen da, die eine besondere Unterstützung benötigen. Dazu gehören unter anderem Kinder, Jugendliche, junge Familien, Menschen mit Behinderung, Senioren, Shoah-Überlebende, Personen die Antisemitismus erleben, Geflüchtete, Menschen in Armut oder anderen Notsituationen.

Der großartige Output unseres Verbandes ist in erster Linie den vielen motivierten und engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu verdanken. Es wird nur gemeinsam gelingen, die genannten Herausforderungen zu meistern. Zusammen mit dem Team der ZWST möchte ich das große Erbe meines Vorgängers, Beni Bloch bestmöglich weiter entwickeln, denn „der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“

Mit den besten Wünschen für das Neue Jüdische Jahr, Shana Tova,

Aron Schuster, Direktor der ZWST

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EDITORIAL

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