Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · September 2018

Der „Treffpunkt“ in der jüdischen Gemeinde Hannover feiert seinen 10. Geburtstag

Die ZWST hat sich mit Alina Fejgin (Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin), Leiterin des Sozialreferates und Projektleiterin des Treffpunktes unterhalten:

Den Treffpunkt in Hannover gibt es jetzt seit 10 Jahren. Was war im Jahr 2008 die Initialzündung für die Gründung? „Die Arbeit mit Holocaust-Überlebenden und ihren Angehörigen war und ist ein Schwerpunkt des Sozialreferates der jüdischen Gemeinde Hannover. Diese Gruppe umfasst ca. 1/3 der Gemeindemitglieder. Die Gemeinde ist mit über 4.000 Mitgliedern die größte in Niedersachsen. Die soziale und psychosoziale Arbeit konnte den Bedarf angesichts der zunehmenden Einsamkeit bei älteren Menschen nur zum Teil decken. Vor 10 Jahren haben Beni Bloch (ehem. Direktor der ZWST) und Paulette Weber (ehem. Leiterin des Sozialreferates) es ermöglicht, den ersten Treffpunkt für russischsprachige Holocaust-Überlebende zu eröffnen. Noemi Staszewski und Svetlana Antonova (ZWST Sozialreferat) haben den Aufbau und die Organisation aktiv begleitet.“

Euer Treffpunkt ist eine Erfolgsgeschichte. Was macht diesen Erfolg aus? „Die Unterstützung der ZWST, die Finanzierung durch die Stiftung ´Erinnerung Verantwortung und Zukunft` (EVZ) und die Jewish Claims Conference und nicht zuletzt: Die engagierten Mitarbeiter vor Ort – unser Team.“

Welche aktuellen Angebote kommen besonders gut an? „Im Laufe der Zeit haben sich im Rahmen des Treffpunktes zahlreiche zusätzliche, spezifische  Aktivitäten entwickelt: Gesprächskreis für Menschen mit einer Demenzerkrankung und ihre pflegenden Angehörigen, PC-Kurse, Kinoklub, Gruppe für Stressbewältigung u.a. Alle Aktivitäten werden gut besucht. Den Besuchern des Treffpunktes wird auch die Möglichkeit eingeräumt, selbst ein Programm zu gestalten, z.B. einen Vortrag zu halten, was sehr gerne angenommen wird. Sie haben mehrheitlich ein hohes Bildungsniveau.“

Was ist dein persönliches Fazit? „Für viele bietet der Treffpunkt ein ´warmes Zuhause`. Es wirkt der Isolation entgegen und kann auch bei älteren Menschen stabilisierend und integrierend wirken kann. Als Projektleiterin lege ich viel Wert auf Bildung und Supervision der Mitarbeiter, auch im Rahmen der Bildungsmaßnahmen der ZWST. Der Treffpunkt ist ein lebendiges System mit vielen Perspektiven. Ich bin gerne bereit, unsere Erfahrungen mit anderen Treffpunkten zu teilen!“

Vielen Dank!

HvB, ZWST

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