Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · September 2018

Eine ganz besondere Mitarbeiterversammlung

Mit der Verabschiedung von Beni Bloch als Direktor der ZWST und der Übergabe an Aron Schuster als neuer Direktor der ZWST ab dem 1. Juli geht bei der ZWST eine Ära zu Ende. Dieser Wechsel in der Geschäftsführung war der Anlass für eine ganz besondere Mitarbeiterversammlung in Frankfurt. Am 4. Juli kamen mit rund 100 Personen fast die gesamte Belegschaft der ZWST und der Vorstand zu diesem Event in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt zusammen. Alle waren angereist: Leiter und Mitarbeiter der Zweigstellen in Berlin, Dresden, Rostock, Wismar, Potsdam, des Kompetenzzentrums in Berlin, des Kunstateliers Omanut in Berlin, die Belegschaft des Max-Willner-Heims, des Kurheims Eden-Park und nicht zuletzt der Hauptgeschäftsstelle in Frankfurt. Dazu kamen die Mitarbeiter der Migrationsberatung und des Gesher-Projektes.

ZWST-Präsident Ebi Lehrer würdigte in seiner Rede das unvergleichliche Engagement Beni Blochs, der als „Mr. ZWST“ dem Verband über 40 Jahre seinen Stempel aufgedrückt hat, ab 1974 als Jugendreferent und ab 1987 dann als Direktor. Er hob seinen unermüdlichen Einsatz hervor, seine hartnäckige Umsetzung von Projekten, die zunächst nicht realisierbar schienen. Das hohe Ansehen des Verbands inner- und außerhalb der jüdischen Gemeinschaft sowie auf internationalem Parkett, seien Benis Verdienst, vor allem auch die vielfältigen Kontakte nach Israel, die bis heute viele Aktivitäten ermöglichen. Nicht zuletzt hob Ebi Lehrer die langjährige, enge Freundschaft mit Beni Bloch hervor und wünschte Aron Schuster viel Erfolg.

Auch Beni Bloch selbst erinnerte in seiner Rede an die Anfänge, richtete seinen Blick auf die Erfordernisse einer nachhaltigen Jugendarbeit und hob viele Schlaglichter der letzten Jahrzehnte hervor. Sei es das erfolgreiche Konzept der Treffpunkte für Holocaustüberlebende, welches mit dem Treffpunkt in Frankfurt im Jahr 2002 seinen Anfang nahm, sei es die zunächst erfolglose Ansprache von Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen – heute mit dem Mitarbeiterstab von „Gesher“ ein Erfolgsprojekt. Als Symbol für eine erfolgreiche Integration von Zuwanderern aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion erwähnte Beni Bloch das 1997 gegründete Kammerorchester „Hatikva“ mit zugewanderten Musikern, die z.T. über dieses Projekt in „Lohn und Brot“ kamen. Am Ende richtete der ehemalige Direktor seinen Dank an alle Wegbegleiter, Mitarbeiter und nicht zuletzt an seine Frau Mirjam, die auch in schwierigen Zeiten an seiner Seite stand und weiterhin steht.

Sein Nachfolger, Aron Schuster, seit November 2013 als stellvertretender Direktor Teil des ZWST-Teams, betonte seinen Respekt vor einer Organisation, die im Lauf ihrer 100jährigen Geschichte viel bewirkt hat, sich nach ihrer Neugründung 1951 vielfältigen Herausforderungen gestellt hat und dies heute weiterhin tut. Für ihn sei diese beeindruckende Geschichte Auftrag und Verpflichtung zugleich, das ZWST-Leitbild „Zedaka“ auch zukünftig mit Leben zu füllen. Er betonte seine Anerkennung dessen, was Beni Bloch in den letzten drei Jahrzehnten für die ZWST geleistet hat und dass er viel von ihm gelernt habe. Hinsichtlich zukünftiger Perspektiven skizzierte der ZWST-Direktor die dringenden Erfordernisse der Nachwuchsförderung, die wiederum eine stärkere Öffnung der Gemeinden hinsichtlich junger Initiativen voraussetze. Ebenso wichtig sei die Arbeit mit älteren Gemeindemitgliedern, u.a. aufgrund der Zunahme dementieller Erkrankungen oder der steigenden Bedarfe nach jüdischen Wohnformen im Alter.

Diese sehr emotionale Veranstaltung wurde begleitet von einer unterhaltsamen und gleichzeitig berührenden Filmvorführung, in der alle Mitarbeiter visuell verdeutlichten, was sie mit Beni verbinden (s.o.).

HvB, ZWST

 

 

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