Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · Sept 2017

Nachruf auf Marina Brauner sel.A. -
ehemaliges Vorstandsmitglied der ZWST

Maria Brauner sel. A., geb. 1925, ehemaliges Vorstandsmitglied der ZWST, ist im August 2017 im Alter von 92 Jahren gestorben. Sie wuchs in Lemberg (heute Ukraine) auf. Verfolgt von den Nazis gelang ihr die Flucht durch zahllose Lager, während die Mehrheit ihrer Familie umkam. 1947 heiratete sie den bekannten Berliner Filmproduzenten Arthur (Atze) Brauner.

Maria Brauner sel.A. war in Berlin von Anfang an in der jüdischen Gemeinde aktiv und widmete sich Zeit ihres Lebens dem sozialen Engagement. Sie hat 25 Jahre das Amt der ehrenamtlichen Sozialdezernentin innegehabt, eine Position, die sie eng mit der ZWST verbunden hat. Von 1987 bis 1999 war Maria Brauner sel. A. Vorstandsmitglied, ab Mai 1989 auch stellvertretende Vorsitzende der ZWST. In dieser Zeit war sie zugleich Vorsitzende der Sozialkommission der ZWST.

„Ich gebe nur das Gute weiter“: Ihr besonderes Anliegen war die Integration der Zuwanderer aus Ländern der ehemaligen SU, sie sprach ihre Sprache, und die Biografie vieler Zuwanderer erinnerte sie an ihre eigene Lebensgeschichte. Ebi Lehrer, Präsident der ZWST spricht den Angehörigen und Freunden im Namen des Verbandes seine Anteilnahme aus.

HvB, ZWST

Nachruf auf Marina Poleva sel.A. –
Migrationsberaterin bei der ZWST

Die ZWST betrauert den Verlust ihrer Mitarbeiterin Marina Poleva sel.A., die im Alter von 57 Jahren in Berlin verstorben ist und am 7. Juli auf dem jüdischen Friedhof in Potsdam beigesetzt wurde. Trotz längerer Krankheit hat Marina bis zuletzt ihre Energien auf ihre Tätigkeit als Migrationsberaterin bei der ZWST Berlin konzentriert. Seit 10 Jahren gehörte sie zum Migrationsberater-Team der ZWST, um Neuankömmlinge und schon länger in Deutschland lebende Zuwanderer bei ihrer Integration zu unterstützen und zu begleiten.

Marina Poleva sel. A. hat diesen Integrationsprozess selber durchlaufen: Geboren in Odessa (Ukraine), kam sie 1993 nach Deutschland und musste ihr Berufsleben wieder von „Null“ beginnen. Ihr Diplom als Zahntechnikerin wurde in Deutschland nicht anerkannt. Von Anfang an hat sie sich sozial engagiert und ehrenamtlich integrative Unterstützung geleistet. Nach 2-jähriger Tätigkeit als Sozialarbeiterin in der Jüdischen Gemeinde Halle hat sie als Sozialarbeiterin in der Stadtverwaltung Erfurt gearbeitet und studierte berufsbegleitend Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Auch für sie war das lebenslange Lernen selbstverständlich: Außer dem Studium hat Marina immer wieder an ihren Sprachkenntnissen „gefeilt“, sich als Dolmetscherin weitergebildet und viele Fortbildungen der ZWST besucht. „Das inspirierte mich so, dass aus der Teilnehmerin eine Mitarbeiterin wurde.“

Günter Jek, Leiter der ZWST Berlin und Koordinator der ZWST-Migrationsberatung würdigt ihr Engagement: „Mit Marina verlieren wir eine gute Kollegin und engagierte Mitarbeiterin, die als MBE-Beraterin der ersten Stunde dieses Angebot der ZWST über zehn Jahre mit aufgebaut und geprägt hat. Viele Kollegen werden sich dankend an Marina erinnern, die sie während ihrer Einarbeitung unterstützt und begleitet hat."

HvB, ZWST

Nachruf auf Marliese Schäfer –
Mitarbeiterin im Kurhotel Eden-Park

Ein weiterer Verlust ist im Kurhotel Eden-Park in Bad Kissingen zu betrauern: Marliese Schäfer verstarb im Alter von 56 Jahren und wurde im Juli 2017 auf dem Friedhof in Völkersleier nahe ihrem Lebensort Wartmannsroth/Heckmühle beigesetzt. Marliese Schäfer gehörte seit rund 8 Jahren zum Team der Koscheren Küche im Eden-Park und trug dazu bei, dass es den Gästen und Besuchern im Eden-Park an Leib und Seele gut ging. Geboren 1961 in Bad Brückenau, begann sie im August 2009 im Kurhotel als Aushilfe im Service, um dann in Vollzeit das Küchenteam um den Chefkoch Peter Mehringer zu ergänzen.

Sie war beliebt bei den Gästen wie auch den Kollegen gleichermaßen, immer bereit einzuspringen, wenn im Team jemand ausfiel. An oberster Stelle stand für sie das Gebot, dass es den Gästen an nichts mangelt und die Mahlzeiten zu der Zufriedenheit aller bereitet werden. Eine bleibende Erinnerung hinterlassen ihre fantastischen Kuchen - sowohl bei den Gästen wie auch beim Personal heiß begehrt.

Erika Brätz, Leiterin des Eden-Park: „Die Angestellten vom Eden-Park sind nicht einfach nur Mitarbeiter. Sie sind ein Team, das sich über die Jahre zusammengerauft und entwickelt hat. Jeder weiß um die Stärken und Schwächen des anderen und kann sich auf ihn verlassen. Umso schwerer wiegt es, dass ein Mitglied unseres Teams auf diese Art und Weise gehen musste. Marliese hinterlässt eine Lücke, die so nicht geschlossen werden kann. Eine neue Mitarbeiterin wird sich einarbeiten und ins Team integrieren. Sie wird aber nie Marliese Schäfer sein, denn jeder Mensch ist einzigartig.“

HvB, ZWST

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