Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · Sept 2017

Israelmachane 2017: Das Land authentisch erleben

Wie jedes Jahr gab es auch im Sommer 2017 wieder ein 2-wöchiges Israelmachane für 15-18jährige Jugendliche. Rosh Beni Pollak sowie die Madrichim Sharon Bajda und Rodion Boikine hatten es sich zur Aufgabe gemacht, mit den 33 Chanichim das Land authentisch zu erleben. Das bedeutete: Kein „Sightseeing“ im üblichen Sinne, sondern jede Stadt, jeder Berg, jedes Tal und die Wüste wurden zu Fuß erforscht.

Das Motto der diesjährigen Machnot („Latet = Geben“) wurde in Israel auf besondere Weise umgesetzt: Jeder Chanich hatte während des Machanes die Aufgabe, eine Persönlichkeit vorzustellen, die ihr Leben für das Volk und das Land Israel gegeben hat, hier einige Beispiele:

Sir Moses Montefiore, britischer Unternehmer und sephardisch-jüdischer Philanthrop, baute ein Viertel in Jerusalem mit einer markanten Windmühle. An dieser Stelle erfuhren die Chanichim mehr über einen der Vordenker des Zionismus. Auf den Golan-Höhen gab es einen Vortrag zu Eli Cohen. Seine Spionagetätigkeit in Syrien trug maßgeblich zum Erfolg des Sechstagekriegs bei. Auf dem Herzlberg in Jerusalem am Grab von Hannah Szenes informierte ein Teilnehmer über die ungarische Partisanin. Sie sprang mit anderen jüdischen Frauen und Männern mit dem Fallschirm hinter den feindlichen Linien ab, mit dem Ziel, Juden zu retten. Am Grab von Theodor Herzl referierte ein Teilnehmer über Herzls Vision eines jüdischen Staates „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“. Aus dieser Vision entstand der Staat Israel.

Die Stationen: In Jerusalem lernte die Gruppe unter anderem das jüdische, armenische, moslemische und christliche Viertel kennen und erfuhr mehr über die Hintergründe der Konflikte. Nach 4 Tagen in Jerusalem ging es weiter Richtung Süden.

Am Trauer- und Fastentag Tischa Be`Aw  (9. Aw – 1. August 2017) unternahm die Gruppe eine Nachtwanderung in der Wüste Negev, während der die Teilnehmer sich mit Krisen und Tragödien auseinandergesetzt haben.

Weiter ging es nach Eilat, wo beim Tauchen die faszinierende Unterwasserwelt erforscht wurde.

Auf dem Rückweg Richtung Norden wurde am Nationalpark Masada Halt gemacht. Um 3 Uhr morgens begann der Aufstieg zur Festung Masada, einem geschichtsträchtigen Ort des jüdischen Volkes, um noch vor der Sonne den Gipfel zu erreichen. Nach dem Abstieg und einem Frühstück ging es mit dem Bus weiter Richtung En Gedi, einem Naturreservat. Dort wanderte man durch den Nachal Arugot bis hin zu einem imposanten Wasserfall.

Von der Hitze des Südens fanden sich die Teilnehmer dann im kühleren Norden Israels wieder. Sie bestiegen den Hermon Berg bis auf 2800 Meter und erfuhren mehr über die strategische Bedeutung der Golanhöhen und den jahrzehntelangen Konflikt mit Syrien.

Beim Rafting durch den Jordan konnte die tolle Landschaft bewundert werden.

Es ging weiter über Tiberias und Zfat nach Tel Aviv. Dort endete das Machane mit einem bewegenden Abschluss im Unabhängigkeitssaal in Tel Aviv. Hier hatte David Ben Gurion den Staat Israel ausgerufen. Erlebnisreiche 14 Tage, in denen sich die Chanichim nahe gekommen waren,  gingen mit unvergesslichen Eindrücken zu Ende.

Jona Gross, ZWST

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