Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 3 · Sept 2017

Förderung der inklusiven Arbeit -
Aktivitäten des Vereins Eshel

Ein zentrales Ziel der ZWST ist die Integration jüdischer Menschen mit einer Beeinträchtigung in das Arbeitsleben. Sie sollen trotz einer physischen Behinderung oder psychischen Erkrankung ihre Potenziale nutzen können und damit mehr Teilhabemöglichkeiten bekommen.

Um die Arbeitsfindung gezielt zu unterstützen, hat die ZWST Ende 2016 den Verein „Eshel“ initiiert. Der Begriff Eshel (hebr.) steht für die Sorge, dass ein Mensch Nahrung und Unterkunft erhält. Eshel (e.V.) kooperiert mit dem Integrationsunternehmen „hoffmanns höfe“ in Frankfurt/Main.  Wolfgang Schrank, Geschäftsführer von hoffmanns höfe, Aron Schuster, stellv. Direktor der ZWST und Dr. Dinah Kohan, Leiterin des ZWST-Inklusionsprojektes Gesher bilden den Vorstand des Vereins.

Treffen für Angehörige und potenzielle Arbeitgeber

Wolfgang Schrank, mit über 30-jähriger Erfahrung in der Arbeitsvermittlung von Menschen mit einer Behinderung, hat mit seinem fachlichen Input erste Aktivitäten angeregt. Zu einem ersten Treffen hatten sich im Mai Angehörige im Seniorenzentrum der jüdischen Gemeinde Frankfurt/M. zusammengefunden, um über Wünsche, Probleme und sonstige Fragen in bereits bestehenden Arbeitsverhältnissen, wie z.B. in Werkstätten zu diskutieren. Die Mehrheit zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit der Situation ihrer Familienmitglieder, die fast alle in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten. Doch es wurden auch Stimmen laut von Eltern, denen die Integration ihres Familienmitgliedes in den ersten Arbeitsmarkt ein wichtiges Anliegen ist und die auf Unterstützung durch den Verein Eshel hoffen. Mittlerweile haben sich bereits ca. 20 Interessierte gemeldet, in Erwartung konkreter Hilfe bei der Arbeitsplatz- oder Praktikumssuche oder um erste Informationen zu bekommen.

Während es bei dem Treffen für Angehörige darum ging, einen Überblick über konkrete Wünsche und Probleme zu erhalten, hatte das Arbeitgeber-Treffen im Juni zum Ziel, interessierte Arbeitgeber zu informieren. In der von Wolfgang Schrank moderierten Gesprächsrunde in der ZWST-Einrichtung „Treffpunkt“ in Frankfurt/M. gab es einen Austausch über Möglichkeiten und Chancen, aber auch Grenzen einer Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. So ist es z.B. möglich, Menschen mit einer Beeinträchtigung im Hotel-und Gastronomie Gewerbe zu beschäftigen, aber es kann dann schwierig werden, wenn es zu stressigen Phasen in den Arbeitsabläufen kommt. Mit fachlicher Unterstützung, einem Coaching oder zeitweise zusätzlichem Personal in herausfordernden Situationen kann aber auch diesen Schwierigkeiten begegnet werden, so sein Fazit.

Alle Interessierte sind eingeladen, sich mit ihren Kontaktdaten beim Verein Eshel zu melden. Wir werden Sie rechtzeitig über weitere Veranstaltungen im Herbst 2017 informieren.

Dinah Kohan, Leiterin des ZWST Inklusionsprojektes Gesher

Kontakt:

Viktoria Schichmann

T.: 0176 / 578 119 80

initiative.arbeit@zwst.org

Schicken Sie uns Ihre Anregungen und Kommentare, auch Ihre Fragen zum Artikel:

Formular wird gesendet...

Auf dem Server ist ein Fehler aufgetreten.

Formular empfangen.

Inklusionsprojekt Gesher  informiert

Herausgeber.:

ZWST, Hebelstr. 6
60318 Frankfurt/M.
Tel.: 069 / 944371-0
Fax: 069 / 49 48 17
www.zwst.org

Redaktion und Satz:

Heike von Bassewitz
069 / 944371- 21
oeffentlichkeitsarbeit@zwst.org

Gestaltung:

Andrej Kulakowski

www.a-kulakowski.de

design@a-kulakowski.de