Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juni 2018

 

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

E-Mail: eutb@zwst.org

Telefon: 030 / 887 133931 723

Omanut bekommt Zuwachs -
neue ZWST-Beratungsstelle in Berlin

Omanut, das Berliner Kunstatelier der ZWST, gefördert von der "Aktion Mensch e.V." unterstützt seit rund zehn Jahren jüdische Menschen mit Behinderung und hat sich zu einem festen Bestandteil des sozialen Angebotes in der Hauptstadt entwickelt. Nun wird das Kunstatelier um eine Beratungsstelle erweitert. 4 angestellte Beraterinnen und Berater mit und ohne Behinderung stehen zur Verfügung, um Menschen mit Behinderung, mit bevorstehender Behinderung und Angehörige zu allen Belangen der Teilhabe an der Gesellschaft zu beraten: zum Beispiel zu den Themen Arbeit, Wohnsituation, Freizeit, Familie, zwischenmenschliche Konflikte, jüdisches Leben in Deutschland.

Gefördert wird die Beratungsstelle von dem bundesweiten Programm „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die neue Beratungsstelle befindet sich in den Räumlichkeiten des Kunstateliers Omanut, in der Nähe des Bahnhof Zoo. So ist sie auch für Menschen aus dem Berliner Umland gut zu erreichen.

Sie unterscheidet sich vor allem durch zwei Besonderheiten von anderen Angeboten:

Mehrsprachige Beratung

Die Beraterinnen und Berater können auch in russischer oder hebräischer Sprache Gespräche durchführen. Sie können auf spezifische Fragen und Probleme von jüdischen Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund insbesondere aus Russland und Israel eingehen. Zum Beispiel: Wie lässt sich die Teilnahme an Werkstätten oder Wohn- und Freizeit-Angeboten nichtjüdischer Träger mit einer jüdischen Lebensweise vereinbaren (Kashrut, Feiertage)? Wie kann man mit Sprachbarrieren umgehen? Darüber hinaus wird Beratung in englischer, französischer und italienischer Sprache angeboten.

Die Beraterinnen und Berater sind zum Teil selbst von Behinderungen betroffen und haben zum Teil einen Migrationshintergrund. Sie wissen aus eigener Erfahrung, welche Herausforderungen das Leben mit einer Behinderung für jüdische Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland mit sich bringt. Ziel der Beratungsstelle ist es, weitere Betroffene für die Beratung auszubilden. Betroffene helfen Betroffenen (englisch: Peer-to-Peer-Beratung) – denn so können sich Ratsuchende voll und ganz verstanden fühlen. Sie können alle Themen und Probleme ansprechen, die sie in ihrem Leben bewegen.

Aufgrund der Nähe zwischen der Beratungsstelle und dem Kunstatelier Omanut finden Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen leichter Anschluss: Wer Beratung sucht, lernt das Kunstatelier kennen. Wer bereits im Atelier arbeitet, hat bessere Möglichkeiten, beraten zu werden. Die Arbeit des Kunstateliers Omanut wird dadurch erweitert: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle nehmen an Fortbildungen des bundesweiten EUTB-Netzwerks teil. Die Vernetzung und damit auch die Weiterleitung an andere Beratungsstellen gestaltet sich einfacher. Und das wichtigste: Menschen mit Behinderung erhalten die Möglichkeit, an Schulungen teilzunehmen und selbst aktiv in der Beratung mitzuarbeiten. Als Experten können sie ihre Erfahrungen an andere weitergeben. Dadurch eröffnen sich noch einmal ganz neue Möglichkeiten, das eigene Leben und die Gesellschaft mitzugestalten.

Wiebke Rasumny, Judith Tarazi, ZWST-Inklusionsprojekt Gesher

 

 

Die Beratungsstelle bietet eine „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB).

Das bedeutet, weder vergibt sie selbst Teilhabe-Leistungen, noch bietet sie Teilhabe-Angebote an. Das ermöglicht, dass die Beratung sich ganz auf die Bedürfnisse der Ratsuchenden konzentrieren kann: Ziel der Beratung ist, Ratsuchende dabei zu unterstützen, ihre eigenen Entscheidungen darüber zu treffen, welche Unterstützung am besten zu ihnen passt. Ziel des bundesweiten Programms EUTB ist die Förderung von selbstbestimmter Teilhabe, Rehabilitation und Selbsthilfe. Die Arbeit erfolgt nach dem Prinzip der Peer-to-Peer-Beratung (Betroffene helfen Betroffenen).

 

www.teilhabeberatung.de

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