Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juni 2018

Teilnehmende des Manhigut Future Forums in Gatteo a Mare, Italien, re.: Nachumi Rosenblatt, Leiter des ZWST-Jugendreferats, 3.v.li.: Shelly Nahary, Gastreferentin, 7.v.li: Laura Cazés, ZWST

Manhigut Future Forum - Ein weiterer Schritt nach vorn

Die junge Generation, die derzeit auf den Machanot der ZWST aktiv ist, wird in einer spannenden Zeit erwachsen: Das gesellschaftliche Klima ist rauer geworden, gleichzeitig ist es jungen Juden immer häufiger wichtig, auch als Deutsche identifiziert zu werden. Sie sind hier geboren, aufgewachsen, wurden hier sozialisiert, und viele von ihnen sind auf Machane und in ihren Jugendzentren groß geworden.

Diese Generation ist in vielen verschiedenen Feldern aktiv, sie will vor allem auch inhaltliche Thematiken mitbestimmen, die sich mit ihrer Lebensrealität decken. Gleichzeitig gab es bisher keine Strukturen, die eine systematische Fortsetzung der Seminare für die Anfänger*innen der Jugendarbeit vorsehen. Obwohl in den letzten Jahren ein starkes Fundament guter Madrichim ausgebildet wurde, endet formal die Ausbildung, die die ZWST anbietet, sobald die Madrichim das erste Mal auf Machane fahren.

Die neue Seminarreihe „Manhigut Future Forum“ möchte an diesen Punkten ansetzen und sie im besten Falle miteinander verbinden. Sie will aktiven Madrichim die Möglichkeit bieten, sich aktiver einzubringen und gleichzeitig eine Weiterbildungsstruktur schaffen, die an die Praktikantenseminare anschließt.

Das erste Seminar fand Ende Januar in Bad Sobernheim statt, nun trafen sich die Teilnehmenden Anfang Juni in Gatteo a Mare wieder, wo im Sommer auch die Machanot organisiert werden.

Einen weiteren Schritt in der Jugendarbeit zu gehen, bedeutet auch mehr Verantwortung zu übernehmen, Prozesse hinter der Pädagogik zu verstehen und die eigene Jugendarbeit zu reflektieren. Während das erste Seminar zunächst auf Selbstflexion und theoretische Auseinandersetzung abzielte, wurde es während des zweiten Teils in Italien praktischer. Themenschwerpunkte waren vor allem die Fragen, wie in den Augen der Teilnehmenden ein ideales Machane aussieht, welche Methoden es braucht, um zum einen die eigene Arbeit richtig zu verstehen und zum anderen zu erlernen, wie Programme vielfältiger gestaltet und professioneller umgesetzt werden können. Des Weiteren ging es darum, wie religiöse und säkulare Themen in die Programme der Jugendarbeit eingebunden werden. Schließlich erhielten die Teilnehmenden eine ganz besondere Aufgabe, nämlich die Themensetzung für den kommenden Winter gemeinsam zu beschließen - dies stellte sich als kein allzu leichtes Unterfangen heraus.

Jugendreferent Nachumi Rosenblatt ist zuversichtlich: „Die Generation der ´Manhigim` von morgen ist in Deutschland geboren und auf Machane groß geworden. Vor allem in den letzten fünf Jahren haben wir sehr viele gute Madrichim ausgebildet. Sie suchen sich ihre eigenen Herausforderungen und wollen aktiv gestalten. Diese Möglichkeit wollenwir ihnen auch geben.“

Auch die Teilnehmenden verließen das Seminar zuversichtlich: „Es ist schön zu sehen, dass uns Einblicke in die Arbeit des Jugendreferates gewährt werden und man uns so viele Sachen machen lässt. Das gibt einem auch ein sichereres Gefühl, wenn man weiß, was hinter den Dingen steckt, die man auf Machane tut. Ich freue mich darauf, zu sehen, wie es weitergeht.“

Laura Cazés, ZWST

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