Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juni 2018

Liebe Freunde der ZWST, liebe Leser,

am 1. Juli geht eine Ära in der ZWST zu Ende. Benjamin Bloch (allen bekannter als Beni) übergibt seine ZWST an Aron Schuster, der in Zukunft unseren Verband leiten wird. Nach mehr als 40 Jahren, in denen Beni Bloch für den jüdischen Dachverband auf sozialem Gebiet gearbeitet und geackert hat, legt er die Geschäftsführung in jüngere Hände. Was kann man über BB an dieser Stelle schreiben, ohne den Rahmen dieses Blattes zu sprengen? Drei Dinge möchte ich erwähnen.

Der gute Schem, der gute Ruf der ZWST ist vielen Menschen und Mitarbeitern zu verdanken. Aber Beni hat stets das Ganze, den gesamten Verband im Auge behalten. Wir gelten als fachlich kompetent und dennoch mit einem jüdischen Herzen versehen. Wir haben unsere Augen und Ohren, unser Gefühl für die Probleme der Gemeinden immer dort gehabt, wo es nötig war. Unser Direktor hat unseren Verband zu dem gemacht, was er heute ist. Das Ansehen der ZWST ist in der jüdischen wie nichtjüdischen Gemeinschaft in Deutschland hoch, wir werden geachtet. Beni Bloch ist der Hauptverantwortliche für dieses großartige Bild in der Öffentlichkeit. Nicht umsonst habe ich ihm den Beinamen „Mr. ZWST“ gegeben. Aber auch auf europäischer Ebene, international und vor allem in Israel genießt Beni Bloch und damit auch unser Verband höchsten Respekt.

Wir alle kennen die Redensart „Der Tag müsste 25 Stunden haben, um alles zu erledigen.“ Benis Arbeitstag hatte grundsätzlich 27 Stunden. Die Nachtstunden hat er vorrangig für seine Reisen genutzt. Eine Rückkehr aus Israel am frühen Morgen bedeutete für ihn um 8 Uhr im Büro zu sein. Eine Verabredung in Berlin um 8 Uhr morgens stellte kein Problem dar. Mit dem ersten Flieger um 6 Uhr hat er diesen Termin ohne Verspätung geschafft. In seinem Wortschatz fehlten so Worte wie Überstunden, Feierabend oder Urlaub.

Manches Mal hat Beni seine Mitarbeiter oder den Vorstand mit seinen kreativen Ideen überschüttet. Die meisten Projekte haben ihren festen Platz im Programm der ZWST gefunden. Als Beispiele nenne ich Aktivitäten in Berlin, die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und das „Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment“. Letzteres stärkt den kontinuierlichen Einsatz der ZWST gegen Antisemitismus, den Beni Bloch initiiert hat.

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und unser Verband zollen Benjamin Bloch Dank und Anerkennung für sein jahrzehntelanges Engagement. Die gelungene Integration der zahlreichen Zuwanderer aus der ehemaligen SU ist auch seinem Einsatz und seinen Aktivitäten geschuldet.

Er ist wie ein starker Fels – mit guten Ratschlägen, Humor und 100% Loyalität und Verlässlichkeit. Bisweilen musste er zu Hilfesuchenden Nein sagen. Doch seine „Neschume“, seine jüdische Seele hat ihm nicht oft erlaubt, eine Bitte abzuschlagen. Sein Handeln ist geprägt von seinem goldenen jüdischen Herzen. Beni Bloch ist gelebte jüdische Tradition, verbunden mit jüdischem Wissen und seiner praktischen Umsetzung.

Vielen Dank für Alles!   

 

Mit Aron Schuster tritt ein Vertreter der jüngeren Generation an die Spitze unseres Vereins.

Er stammt aus einem jüdischen Haus und ist ein Kenner unserer Religion und Tradition. Sein Studium der Betriebswirtschaft, seine Erfahrung als Madrich und Co-Rosch auf unseren Feriencamps sind Fähigkeiten und Eigenschaften, die ihn für die Position des Direktors prädestinieren. Seit 4 Jahren ist Aron bereits Teil des ZWST-Teams. Er hat alle Abteilungen durchlaufen und genießt bei den Kolleginnen und Kollegen bereits seit geraumer Zeit hohes Ansehen. Diesen Respekt hat er sich mit seiner Arbeit, seinen Entscheidungen und seiner menschlichen Art erworben. Das Feedback auf sein bisheriges Wirken ist innerhalb und außerhalb der ZWST äußerst positiv.

Für die Zukunft wird er Dinge umstellen, aber auch vieles beibehalten, was er von Beni übernommen hat. In ihm hatte er einen guten Lehrmeister und Erklärer von Sachverhalten. In Zukunft wird Aron allein entscheiden und es werden seine Entscheidungen sein. Ich bin sicher, dass die ZWST sich verändern wird. Unser neuer Direktor wird das Bild unseres Verbandes anders zeichnen. Es wäre seltsam, wenn es nicht so geschähe. Ich bin davon überzeugt, dass die Änderungen sich positiv auswirken werden.

Ich wünsche meinem Freund Beni Bloch weiterhin viel Schaffenskraft und vor allem Gesundheit, Aron Schuster Erfolg in der neuen Position, aber auch Spaß an seiner Arbeit!

Abraham Lehrer, Präsident der ZWST

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