Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juli 2017

Inklusionsprojekt Gesher informiert

Selbsthilfegruppe Hessen meets Kunstatelier Omanut

Eines der wichtigsten Anliegen des ZWST-Inklusionsprojektes Gesher ist die Förderung von Selbsthilfegruppen in den Gemeinden. Die Unterstützung einer nachhaltigen Selbsthilfe ist in vielen Gemeinden und Regionen erfolgreich, viele Aktivitäten haben sich verselbstständigt. Ein kleines, aber feines Beispiel ist eine Unternehmung der seit rund 10 Jahren existierenden SHG Hessen, die vom Landesverband der jüdischen Gemeinden in Hessen seit Gründung der Gruppe kontinuierlich unterstützt wird.

Vom 07. bis 9. April machten sich 20 Mitglieder der Gruppe auf den Weg, das jüdische Berlin zu erkunden. Sie wurden begleitet von der ehrenamtlichen Betreuerin der Gruppe, Ludmila Engel, dem Gesher-Mitarbeiter Pinchas Kranitz (Internationaler Bund) und in Berlin von Judith Tarazi, die das dortige ZWST-Kunstatelier „Omanut“ leitet.

Dazu die Leiterin des Gesher-Projektes, Dinah Kohan: „Wir freuen uns über die finanzielle Unterstützung des Hessischen Landesverbandes und der Aktion Mensch e.V. Das Besondere ist hier, dass eine Selbsthilfegruppe mit ehrenamtlicher Unterstützung eine 20-Personen-Reise selbst organisiert hat. Niedrigschwellige Aktivitäten wie diese liegen uns sehr am Herzen, zumal die Mehrheit der Familien ein eigenständiges Engagement erst hier in Deutschland kennengelernt hat.“

Neben einem Gottesdienst und einem Kiddusch in der Synagoge Pestalozzistraße, einem Besuch des jüdischen Museums sowie einer Stadtrundfahrt besuchte die Gruppe das Kunstatelier Omanut, wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnte.

Dazu Teilnehmer Juri Sklyar aus Russland, der 1996 mit seiner Familie nach Deutschland zugewandert ist und seit rund 4 Jahren in der SHG Hessen dabei ist: „Wir waren voller Bewunderung und Respekt für die Arbeit von Judith Tarazi und ihrem Team. Menschen mit Behinderung bekommen im Kunstatelier Omanut eine Chance. Auch ist das Atelier wie unsere Selbsthilfegruppe eine Erholungsinsel für Eltern mit behinderten Kindern.“

Unternehmungen wie diese stärken das Selbstbewusstsein und die Potenziale der Menschen, die in ihren Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt sind und nicht so oft die Möglichkeit haben, sich auf eine Reise zu begeben. Auch der Kontakt und Austausch mit anderen Gruppen, hier mit den Mitgliedern des Kunstateliers, ist von großem Wert.

Eva Okuna, ZWST-Inklusionsprojekt Gesher

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