Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juli 2017

sozialreferat informiert

Seminar für Sozialarbeiter mit dem Schwerpunkt Demenz und Seniorenarbeit

Vom 24. bis 27. April hat die ZWST den ersten Teil ihrer Fortbildungsreihe für Sozialarbeiter und Sozialbetreuer in jüdischen Gemeinden durchgeführt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Überalterung und steigenden Anforderungen in der Seniorenarbeit war das Thema „Demenz“ nicht zum ersten Mal ein Schwerpunkt im Seminar. Andrea Kynast, Gerontologin u. Sozialarbeiterin (Demenz Support Stuttgart gGmbH) erläuterte den 30 Teilnehmern die Bedeutung einer gut vernetzten Senioren- und Demenzarbeit. Erika Frank, Sozialberaterin in der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg, lieferte anhand ihrer Gemeinde „Best Practice“-Beispiele für die erfolgreiche Kooperation einer jüdischen Gemeinde mit der Stadt bzw. anderen sozialen Verbänden (s.u.).

Dieser Fokus wurde im Rahmen einer Exkursion nach Frankfurt/Main veranschaulicht, wo die Gruppe einen Einblick in die praktische Arbeit des Altenzentrums der jüdischen Gemeinde Frankfurt erhielt. Prof. Dr. Esther Weitzel-Polzer (FH Erfurt), wissenschaftliche Beraterin das Altenzentrums,   skizzierte in ihrem Vortrag das Modell des Betreuten Wohnens in Frankfurt. Hier bekommen Menschen, die an Demenz erkrankt sind, eine Behinderung haben oder aus anderen Gründen pflegebedürftig sind, die Betreuung und Begleitung, die sie benötigen und können gleichzeitig in jüdischen Zusammenhängen selbstständig leben und ihre Potenziale nutzen. Eine Führung durch das Altenzentrum sowie ein Besuch des Museums Judengasse rundeten das Programm in Frankfurt ab.

Im Workshop zum neuen Pflegestärkungsgesetz, geleitet von Boris Bujanov, langjähriger Sozialarbeiter der jüdischen Gemeinde Leipzig, wurde diskutiert, was die neuen Regelungen in der praktischen Umsetzung für die Versorgung von pflegebedürftigen Senioren bedeuten. Zum Seminarprogramm gehörte weiterhin ein Vortrag von Vladimir Osmolovski (Leiter der Bundesweiten Beratungsstelle für Rentenberechtigte aus Russland) und Svetlana Pankovski (Rechtsanwältin) zur russischen Rente. Die Seminarleiter Ilya Rivin und Anatoli Purnik (ZWST-Sozialreferat) informierten über den aktuellen Stand des Bundesfreiwilligendienstes in den jüdischen Gemeinden, Assja Kazwa (ZWST-Sozialreferat) brachte die Teilnehmer bezüglich der Zuwanderung nach Deutschland auf den neuesten Stand und stellte Einzelfälle vor.

HvB, ZWST

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20.11. - 23.11. 2017

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