Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juli 2017

jugendreferat Informiert

Eine Premiere – Teilnahme der ZWST am 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Erstmalig nahm die ZWST im Jahr ihres 100jährigen Jubiläums die Gelegenheit wahr, als Aussteller auf dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) ihre vielfältige Kinder- und Jugendarbeit zu präsentieren. Der DJHT, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), ist der größte Kinder- und Jugendhilfegipfel in Europa und fand in diesem Jahr vom 28. bis 30. März in Düsseldorf statt.  Über 500 Institutionen, Organisationen, Verbände, Vereine und Einrichtungen, 250 Fachveranstaltungen, rund 30.000 Besucher – und die ZWST war ein Teil davon.

Für die ganze Bandbreite der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, von der Kita-Erzieherin, dem Schulsozialarbeiter, Flüchtlingsbetreuer, Streetworker, Jugendamtsmitarbeiter bis hin zu Schülern und Studenten – bildete diese Messe eine Kontakt- und Informationsbörse und zugleich eine „riesige Fortbildungsveranstaltung, wo viele vieles gelernt und mit nach Hause genommen haben“, so Karin Böllert, Vorsitzende der AGJ.

Judentum zum Anfassen

Mit einem lebendig gestalteten Stand luden Mitarbeiter der ZWST die Besucher dazu ein, koscheres Mazze und andere Köstlichkeiten zu probieren. Es gab unzählige Gelegenheiten, Fragen zu beantworten und ins Gespräch zu kommen, die ZWST als jüdischen Wohlfahrtsverband vorzustellen, über die „Ups and Downs“ der 100jährigen Geschichte zu informieren und nicht zuletzt, sich über konkrete Maßnahmen und Projekte der jüdischen Kinder- und Jugendarbeit auszutauschen.

Von großem Interesse waren unter anderem die aktuellen Aktivitäten des ZWST-Kompetenzzentrums im Bereich der Antisemitismus- und Rassismusprävention sowie der Deutsch-Israelische Freiwilligendienst. Hier konnte die Projektleiterin Laura Cazés aus erster Hand informieren. Auch nutzten die ZWST-Mitarbeiter die Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit anderer Akteure der Kinder- und Jugendarbeit zu bekommen und Kontakte zu vertiefen.

22 Mio. junge Chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten

Aron Schuster, der stellv. Direktor der ZWST, äußert sich zum Motto des Kinder- und Jugendhilfetages: „Die Zahl 22 Mio. lässt sich gut auf die jüdischen Gemeinden in Deutschland übertragen, mit rund 22.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dies sind Chancen, die wir unbedingt nutzen müssen, ansonsten bleiben es vertane Chancen. Die Herausforderungen rund um die demographische Entwicklung zeigen sich in der verhältnismäßig kleinen jüdischen Gemeinschaft umso deutlicher. Aus diesem Grund ist es für uns wichtig, neue Wege der Beteiligung, Mitgestaltung, Anerkennung und Förderung für die junge Generation zu finden, dazu gehörte unsere Beteiligung am Kinder- und Jugendhilfetag. Wir sollten die Lebensbedürfnisse der jungen Generation stärker berücksichtigen, junge Menschen müssen gleichberechtigt mitwirken und mitbestimmen können.“

Diese Premiere war für die ZWST eine zentrale Gelegenheit, ihre Kontakte im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit weiter auszubauen und ihr Netzwerk zu erweitern. Das öffentliche Interesse für die Belange der jüdischen jungen Generation in Deutschland konnte über diese Messepräsenz erhöht und gestärkt werden. Auf ein Wiedersehen beim nächsten Kinder- und Jugendhilfetag 2018!

HvB, ZWST

 

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