Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juli 2017

Sozialreferat informiert

Fotos:

Keren Kesselman

Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz
im Eden-Park

Vor dem Hintergrund der Anerkennung als niedrigschwellige Einrichtung hat die ZWST im Mai 2017 wieder 2 Betreuungsfreizeiten für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz im Eden-Park durchgeführt, die von den Krankenkassen mitfinanziert werden.

Ein bisschen wie nach Hause kommen: Das Inklusionsprojekt Gesher organisierte vom 8. bis 16. Mai 2017 eine Betreuungsfreizeit für Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung und ihre Angehörigen im Kurhotel Eden Park. Sie ermöglichte rund 50 Teilnehmern Erholung in jüdischer Atmosphäre, aktive Teilhabe an einem vielfältigen Programm und den für viele so wichtigen Kontakt und Austausch in der Gruppe.

Unter dem Motto „Persönliche Zukunftsplanung“ wurden individuelle Möglichkeiten der Lebensgestaltung in jüdischen Zusammenhängen erkundet. Das Programm umfasste kreative Workshops, Bewegungsspiele, israelischen Tanz und Gymnastik, aber auch Hebräisch-Unterricht und Shiurim. Höhepunkte waren der feierliche Schabbat mit Rabbiner Shimon Grossberg (Nürnberg) und seiner Familie und die gemeinsame Lag baOmer-Feier. Ein neues Element der Freizeit war die Anwesenheit des Psychiaters Dr. Wolfgang Hasselbeck, der als Ansprechpartner für die Teilnehmer und Angehörigen zur Verfügung stand. Auch diesmal wieder bot die Freizeit eine Auszeit vom häufig belastenden Alltag. Damit auch die Angehörigen abschalten können, müssen sie ihre Familienmitglieder gut begleitet wissen. Das gewährleistete das 9-köpfige professionelle Gesher-Team unter Leitung von Pinchas Kranitz.

Für die Gemeindemitglieder spielt die jüdische Atmosphäre bei den Freizeiten der ZWST eine wichtige Rolle. Angebote anderer Träger bieten beispielsweise nicht die Möglichkeit einer koscheren Verpflegung, aber auch der häufig hinzukommende Migrationshintergrund kann die Integration in nicht-jüdische Gruppen erschweren. Die Betreuungsfreizeit der ZWST ist dagegen für viele Teilnehmer ein bisschen wie nach Hause kommen.

Wiebke Rasumny, ZWST-Inklusionsprojekt Gesher

 

 

Freizeit für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung und ihre Angehörigen

Auch die Zahl der älteren Menschen, die aufgrund einer dementiellen Erkrankung auf Betreuung und ständige Hilfe angewiesen sind, nimmt zu. Diese Aufgabe wird zumeist von den Angehörigen übernommen. Auch für diese Gruppe, Betroffene und Angehörige, öffnete das Eden-Park vom 16. bis 23. Mai seine Türen. Die von Graziella Gubinsky (ZWST-Sozialreferat) mit Erfolg geleitete Freizeit bot 26 Teilnehmern ein auf ihre Bedürfnisse und Potenziale abgestimmtes Programm in der warmen und familiären Atmosphäre des Eden-Park.

HvB, ZWST

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