Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 2 · Juli 2017

100 Jahre ZWST - 95 Jahre Tirza

Tanzfestival „Jad LaShalom“ in Frankfurt

Um die Verdienste der „Grande Dame“ des israelischen Volkstanzes zu würdigen, veranstaltete die ZWST im Rahmen ihrer „100 Jahre“-Feierlichkeiten und anlässlich des anstehenden 95sten Geburtstages von Tirza Hodes ein Tanzfestival am 11. Juni in der jüdischen Gemeinde Frankfurt/M. Das von Jutta Josepovici (Leiterin des ZWST-Sozialreferates) und Larissa Karwin (leitet u.a. die ZWST-Tanzseminare) organisierte Festival „Jad LaShalom“ konnte 18 Tanzgruppen aus ganz Deutschland sowie den Chor der jüdischen Gemeinde Darmstadt begrüßen. Dazu kam eine Tanzgruppe, die sich nach 30 Jahren wieder getroffen hatte, um Tirza zu überraschen.

„Jad LaShalom: Die Hand zum Frieden ausgestreckt“

Alle kennen diese Bewegung: Seit fast 40 Jahren kann niemand sitzen bleiben, wenn Tirza Hodes mit ausgestreckter Hand zum Tanzen auffordert. Weil sie die Hand nicht nur zum Kreistanz reicht. Für sie bedeutet die Geste viel mehr: Integration, Hoffnung, Frieden.

Wie kam Tirza zur ZWST? Beni Bloch, Direktor der ZWST, traf sie vor 38 Jahren in Tel Aviv, sie war damals verantwortlich für den Volkstanz bei der israelischen Gewerkschaft Histadrut. Es war der Beginn einer langen Freundschaft: Nach anfänglichem Zögern, da Tirza als Kind aus Deutschland fliehen musste, schaffte er es, sie als Tanzlehrerin für die Machanot zu gewinnen. Beni betont: „Tirza hat durch ihre besondere Art die Lebensfreude Israels auf die Machanot gebracht. Wir sind froh, dass wir sie im Laufe der Zeit auch für viele andere Projekte gewinnen konnten. Sie leitet Bildungsaufenthalte für Senioren im Kurheim Eden-Park, begleitet die Freizeiten für Menschen mit Behinderung und für Menschen mit einer Demenzerkrankung, hilft bei vielen unserer Events mit ihrem Know-How und ist stets ein Anker für diejenigen, die einen Rat suchen.“

In ihrer Begrüßung betonte Jutta Josepovici, dass Tirza selbst den größten Tanzmuffel zum Tanzen gebracht habe: „Ich lernte Tirza als Jugendliche auf einem Machane kennen und erinnere mich gut daran, wie sie uns alle aufs Parkett brachte. Sie hat es im Rahmen der ZWST-Tanzseminare geschafft, mehr als 20 Tanzgruppen in den jüdischen Gemeinden ins Leben zu rufen.“

Das Festival startete in ausgelassener Stimmung mit gemeinsamem Singen und Tanzen mit Tirza und der Choreographin Lucy Maman aus Israel, die Tirza seit einigen Jahren bei den Tanzseminaren zur Seite steht. Die Legende am Akkordeon, Moishe Gerstein aus Israel, der vor mehreren Jahrzehnten in Israel den Kontakt zu Tirza vermittelt hatte, sorgte mit „Shira bezibur“, einem Potpourri israelischer Volkslieder, für eine mitreißende, musikalische Untermalung.

Beni Bloch und Ebi Lehrer, Präsident der ZWST, dankten Tirza für ihre herausragende Arbeit, betonten ihr Engagement bei der Integration der Neuzuwanderer und überreichten ihr als Dankesgeste einen Pokal. Ein anschließender Videoclip veranschaulichte Tirzas vielfältiges Wirken bei der ZWST. Tirza bedankte sich bei allen, betonte Benis Rolle als „Motor“ der ZWST und erzählte von den Ursprüngen des israelischen Volkstanzes. Dann war die Bühne frei für die Darbietungen der Tanzgruppen, vom israelischen Kreistanz bis hin zu ausgeklügelten Choreographien rund um Israel. Man spürte von allen Tänzern die Dankbarkeit, ihnen Israel und das Judentum durch die Musik und den Tanz vermittelt zu haben. Tirza war gerührt und überreichte allen Tanzgruppen eine Urkunde.

Das Festival "Jad LaShalom" mit rund 350 Teilnehmern war ein kleines Spiegelbild von Tirzas Engagement. Wir danken dir, Tirza! Mazal Tov und bis 120!

HvB, ZWST

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