Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 1 · April 2018

Wiederaufbauhilfe in Mexiko und der Karibik

Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Hilfebündnis „Aktion Deutschland Hilft“ trägt die ZWST dazu bei, im Falle großer Katastrophen schnell und effektiv Hilfe zu leisten. Über ihre Partnerorganisationen vor Ort unterstützt die ZWST unter anderem die Wiederaufbauhilfe, dazu 2 aktuelle Beispiele aus Mexiko und dem Karibikstaat Dominica.

Im September 2017 erschütterte ein verheerendes Erdbeben den Staat Mexiko. Die ZWST war bis Ende 2017 über ihre Partnerorganisationen IsraAID vor Ort aktiv. Das Emergency Response Team der israelischen Hilfsorganisation konzentrierte seine Hilfen auf die Städte Jojutla, Zacatepec und Cuernavaca im Bundesstaat Morelos.

Durch das Erdbeben wurden viele Schulen zerstört oder stark beschädigt. IsraAID errichtete in Zusammenarbeit mit CADENA (Communidad Judia de Méxiko: jüdische Gemeinde in Mexiko) über 300 Zelte und arbeitete Hand in Hand mit Gemeindevorstehern, Schulbehörden und Eltern. Davon konnten bisher rund 8.000 Kinder und Jugendliche profitieren. Der Aufbau von mobilen Lernräumen wurde begleitet von Sanitär- und Hygienemaßnahmen sowie Training, um die Betroffenen unter den erschwerten Bedingungen zu sensibilisieren. IsraAID führte Schulungen für rund 500 Schulleiter, Psychologen und Lehrer durch, um sie auf ihre Rückkehr in den Unterricht vorzubereiten. Das Programm vermittelte wichtige Kenntnisse für die psychischo-soziale Betreuung der Schüler. Das Team von IsraAID hatte in zwei der größten Flüchtlingsunterkünfte in Jojutla „Child Friendly Spaces“ eingerichtet, in denen täglich etwa 60 Kinder betreut wurden. IsraAID plant, diese Betreuung in anderen Unterkünften wieder einzurichten.

„Unsere Schule konnte beschädigt werden, unsere Häuser konnten zerstört werden, aber unsere Herzen, Würde und Entschlossenheit sind es nicht. Danke, dass Sie uns geholfen haben, unsere Kinder wieder in die Schule zu bringen und uns dabei unterstützen, für das Recht unserer Kinder auf Bildung zu kämpfen.“ (Elternkomitee in Cuernavaca) In Kooperation mit anderen Organisationen wird IsraAID die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen in Morelos weiterhin unterstützen. Newsletter IsraAID,

HvB, ZWST, Fotos: Mickey Noam-Alon (IsraAID)

 

Im September 2017 hinterließ der Hurrikan Maria in der gesamten Karibik eine Spur der Verwüstung. Die Insel Dominica wurde besonders hart getroffen, 98 % der Infrastruktur wurde beschädigt, die Versorgung mit Wasser und Elektrizität kam vollständig zum Erliegen. Die meisten Schulen sind immer noch geschlossen, die wenigen unzerstörten Schulgebäude dienen als Unterkünfte. Es ist das Ziel der ZWST, über ihre Partnerorganisation „Joint“ (Jewish Joint Distribution Committee, Hilfsorganisation in den USA), den Menschen eine Rückkehr zum normalen Alltagsleben zu ermöglichen. Dazu gehören der Wiederaufbau von 3 Schulen an der Ostküste des Karibikstaates und die Wiederaufnahme des Unterrichtes. Das Projekt bietet eine zertifizierte Tischler-Ausbildung, um der lokalen Bevölkerung auch nach Projektende einen selbstständigen Lebensunterhalt zu ermöglichen. Die Eltern und Lehrer werden in den Wiederaufbau mit einbezogen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Emergency Architects durchgeführt, einer Nichtregierungsorganisation, die sich unter anderem auf den Wiederaufbau nach Naturkatastrophen spezialisiert hat.

Die Hilfsmaßnahmen richten sich an 350 Schüler, 15 Bauarbeiter mit einer speziellen Ausbildung für den Wiederaufbau nach Hurrikanen und Erdbeben sowie 25 Lehrer und administratives Personal. Darüber hinaus werden die Familien der Bauarbeiter und des Schulpersonals (ca. 100 Personen) sowie die Familien der Schüler unterstützt (ca. 900 Personen). Das Projekt läuft voraussichtlich bis Mai 2018.

HvB, ZWST, Fotos: Joint

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