Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 1 · April 2018

Start einer neuen Fortbildungsreihe in Bad Sobernheim: eine Plattform für die Weiterentwicklung der ZWST-Jugendarbeit, Foto: Martin Köhler

„Manhigut Future Forum“:
Fortbildung für Aktive der ZWST-Jugendarbeit

Die Jugendarbeit ist seit der Wiedergründung der ZWST Anfang der 50er Jahre eines ihrer Flaggschiffe. Jüdische Menschen aus ganz Deutschland fühlen sich diesem Kosmos verbunden, können Bände darüber berichten, wie ihre Teilnahme als Chanichim und ihr späteres Engagement als Madrichim ihren Lebensweg geprägt haben.

Die Jugendarbeit („Hadracha“) der ZWST muss sich aber immer wieder neu ausrichten und sich an verschiedene Herausforderungen anpassen. Daher war es dem langjährigen Jugendleiter und Wegbegleiter des Jugendreferates Benni Pollak schon lange ein Anliegen, eine Art Führungsakademie ins Leben zu rufen. Daraus entstand das Manhigut Future Forum (Manhigut=Leadership). Das Manhigut Future Forum ist eine Entwicklungsreihe aus mehreren Seminaren und Veranstaltungen für Aktive der ZWST-Jugendarbeit, die dieses Jahr als Pilotprojekt gestartet ist.

Soziale Verantwortung und Eigeninitiative

Die Seminarreihe soll die Aktiven der Jugendarbeit zu sozialer Verantwortung und Eigeninitiative anregen, um gemeinsam mit der ZWST Konzepte für eine gegenwarts- und zukunftsorientierte Hadracha zu gestalten. Das Manhigut Future Forum zielt darauf ab, der Jugendarbeit der ZWST eine neue partizipative Komponente zu geben, die die ZWST-Hadracha nachhaltiger macht und innovative Impulse setzt. Auf individueller Ebene soll den Teilnehmenden Raum für persönliches Wachstum und Erweiterung ihres Wissens gegeben werden.

Die Module des Future-Forums werden sich übergreifend mit vier zentralen Themen befassen:

Worin bestehen die zentrale Identität und das Selbstverständnis der ZWST-Hadracha?

Den Teilnehmenden soll Austausch und Vernetzung ermöglicht werden: mit ehemaligen Madrichim der ZWST, durch internationalen Austausch und mit anderen jüdischen Jugendorganisationen, die in Deutschland aktiv sind.

Des Weiteren sollen den Teilnehmenden Methoden zur Professionalisierung der Jugendarbeit vermittelt werden.

Im abschließenden Modul werden die Seminare in einer sogenannten Zukunftswerkstatt zusammengefasst und Konzepte erarbeitet, die in Zukunft in die ZWST-Jugendarbeit mit einfließen sollen. Langfristig soll aus diesem Projekt eine Plattform entstehen, die nicht nur die Jugendarbeit der ZWST professioneller, vernetzter und nachhaltiger machen, sondern auch die Führungskompetenz junger jüdischer Menschen in den Gemeinden fördern soll.

Ende Januar versammelten sich zum ersten Seminar im Max-Willner-Heim 21 Aktive aus der Jugendarbeit zwischen 18 und 26 Jahren. Die Fortbildung wurde von Laura Cazés durchgeführt, unterstützt durch den Jugendreferenten der ZWST Nachumi Rosenblatt, den Religionspädagogen und Initiator Benni Pollak und die Bildungsreferentin der IRG Baden Susanne Benizri. Einige der Teilnehmer sind erst seit kurzem Madrichim, andere bereits langjährig erfahren und im Bereich der Madrichim-Ausbildung aktiv. Diese Zusammensetzung war bewusst gewählt, um sicherzustellen, dass die Teilnehmenden auch über ihre unterschiedlichen Positionen und Entwicklungsprozesse reflektieren können.

Unter den Teilnehmern war auch Noa Kosman, 18 Jahre alt, sie wohnt in Köln, wo sie anderthalb Jahre lang im Jugendzentrum half und seit 2016 auch Betreuerin bei Machanot ist. „Die ZWST schätzt unsere Arbeit und will eine Stärkung der Jugendarbeit“, erzählt sie. Dass im Ergebnis nun viele abstrakte Begriffe im Raum stehen, sieht Noa Kosmann nicht tragisch, denn: „Hinter sehr vielen Begriffen stecken schon konkrete Ideen und Projekte“. (aus einem Artikel der Jüdischen Allgemeinen vom 01.02. 2018 von Martin Köhler)

Wie sich der erste Jahrgang weiterentwickeln und die abstrakten Ideen in konkrete Handlungskonzepte verwandeln wird, wird sich auf dem zweiten Seminar zeigen, wenn die Teilnehmenden in Gatteo a Mare im Mai/Juni wieder für ein langes Wochenende zusammen kommen. An Motivation mangelt es niemandem – das Manhigut Future Forum hat jetzt schon der Hadracha der ZWST einen neuen Akzent gegeben.

 Laura Cazés, ZWST

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