Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 1 · April 2017

Internationales Seminar

Ebi Lehrer, Präsident der ZWST, begrüßt Führungskräfte der JCC Global im Max-Willner-Heim

„Europe Transformed“:
Seminar mit der internationalen Organisation JCC

Der Kontakt und Austausch auf europäischer und internationaler Ebene gewinnt für die ZWST immer mehr an Bedeutung. In einer globalisierten Welt sind vor allem Kooperationen mit weltweit aktiven, jüdischen Organisationen von großem Wert und können einen Synergieeffekt haben. Vom 26. bis 29. März fungierte die ZWST als Gastgeber eines Fachseminars für Mitarbeiter und Führungskräfte der Jewish Community Centers in Europa zum Thema „Europe Transformed“. Diese internationale Organisation, heute „JCC Global“ (früher World Confederation of Jewish Community Centers) wurde vor 40 Jahren in Jerusalem gegründet. Im Rahmen dieser internationalen Veranstaltung mit rund 40 Teilnehmern aus Europa und Israel, war es der ZWST ein Anliegen, angesichts der anhaltenden Migration nach Europa, eigene Erfahrungen aus den letzten 27 Jahren bezüglich der Integration von Zuwanderern weiterzugeben und vom Wissen führender Experten auf diesem Gebiet zu lernen.

In seinem Grußwort informierte Ebi Lehrer, Präsident der ZWST über die Situation der jüdischen Gemeinden in Deutschland. Menachem Revivi (Chair, JCC Global) und Smadar Bar-Akiva (Executive Director, JCC Global) stellten ihre Organisation vor, die mittlerweile über 1000 Gemeindezentren weltweit unter ihrem Dach vereint.

Richard M. Lewis (Institute for European Studies, Free University Brussels) skizzierte in seinem Eingangsreferat aktuelle Trends in Europa und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Jon Boyd, (Executive Director, Institute for Jewish Policy Research, London), griff dieses Thema in seinem Vortrag wieder auf und analysierte eindrucksvoll die Auswirkungen demographischer Veränderungen auf die jüdischen Gemeinden in Europa.

In einem Workshop, unter anderem mit Taly Mair (Executive Director, Jewish Communitiy of Athens), gab es einen Austausch darüber, wie die jeweiligen jüdischen Gemeinden mit aktuellen Veränderungen umgehen. In einem weiteren Workshop mit Menachem Revivi, Smadar Bar-Akiva sowie Dr. Simcha Leibovich (WZO Israel) ging es um „Jewish Peoplehood and leadership“ als Instrumente, um die jüdische Gemeinschaft auch in Krisenzeiten zu stärken. Michael Blake und Neil Taylor, Führungskräfte von „Jewish Care“, einer jüdischen Wohlfahrtsorganisation in London/Southeast sowie Prof. Esther Weitzel-Polzer vom Seniorenzentrum der jüdischen Gemeinde Frankfurt/M. beleuchteten die Bedeutung von jüdischer Wohlfahrtspflege als „building block for community developement“ und präsentierten diese Einrichtungen als Best-Practice-Beispiele.

Ein Highlight des Seminars war eine Exkursion nach Frankfurt als „Case Study“. Die Teilnehmer besuchten das jüdische Seniorenzentrum der Gemeinde, die jüdische Lichtigfeldschule und den alten jüdischen Friedhof. Im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum wurde die Gruppe von Gemeinderabbiner Julien-Chaim Soussan sowie weiteren Führungskräften der jüdischen Gemeinde Frankfurt und der ZWST begrüßt.

Den Abschluss des Seminars in Bad Sobernheim bildete ein Workshop, um sich über Möglichkeiten EU-finanzierter Programme zur Unterstützung jüdischer Gemeinden auszutauschen.

HvB, ZWST

 

Statement von Smadar Bar-Akiva, Executive Director JCC Global:

„The location of the seminar, ´Max-Willner-Heim` in Bad Sobernheim, is an example of how ZWST organizes country-wide programs. Seminar delegates had the opportunity to meet staff members and leaders from various German communities and understand the work they do.

Parallel to our event there was a leadership seminar for young leaders from all across Germany and a seminar for Israel dance. ZWST-center was busy with seminars and delegations and it was apparent that it serves as a focal point for the community. The seminar opened up several opportunities for collaboration with ZWST and the German Jewish community as it was felt that there is room for peer learning and joint programming. Several members of the delegation invited ZWST senior staff to visit their communities and several members wanted to bring their senior staff and leaders back to Germany.

An entire day was dedicated to the Jewish Community of Frankfurt. In one of the largest Jewish communities in Germany many services and programs are offered to its members. Recognizing that most Jews in Germany come from the FSU, the entire work is culturally sensitive and gives much attention to FSU cultural norms.

Perhaps the most moving experience was the visit to Frankfurt Jewish cemetery, where the leaders and members of the Jewish community including Rabbi Samson Raphael Hirsch, the father of Modern Orthodoxy, are buried. But for Michael Blake, Vice Chair of Jewish Care London and ECJC Europe, that cemetery visit was like no other. It turned out that Michael’s grandparents are buried in this particular cemetery which he had never visited before. Saying Kadish and El Male Rahamim in front of these graves was a very moving experience for Michael and for all the delegates and an example of how Jewish lives are unexpectedly interwoven.

The seminar ended very emotionally with special thanks and appreciation to Benny Bloch, the longtime executive director of ZWST, who has been spearheading the renaissance of Jewish life in Germany for many years. Special thanks also went to Abe Lehrer, ZWST Germany President and to dedicated staff members and leaders that hosted the delegation with special care and attention.“

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