Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Ausgabe 1 · April 2017

zwst informiert

Neues Beratungsangebot des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment

Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment wurde 2015 als Fachstelle für Bildung, Beratung und Vernetzung mit Hilfe des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gegründet.

Ab dem Sommer 2017 wird das Kompetenzzentrum sein reguläres Angebotsspektrum um eine Fach- und Beratungsstelle für Betroffene und Ratsuchende nach Erfahrungen antisemitischer Gewalt und Diskriminierung erweitern. Die Entscheidung für den Aufbau einer solchen Anlaufstelle basiert auf empirischen Erkenntnissen sowie den Bedarfen, die das Kompetenzzentrum in den vergangenen zwei Jahren in seiner Arbeit mit der Zielgruppe eruiert hat.

Wenig Inanspruchnahme existierender Beratungsstrukturen:  Bis jetzt gibt es kaum fachliche Unterstützung für den Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung innerhalb der jüdischen Community. Dass Angebote bereits existierender Beratungsstrukturen sehr selten in Anspruch genommen werden, liegt überwiegend daran, dass sie innerhalb der jüdischen Gemeinden wenig bis kaum bekannt sind, und die Inanspruchnahme solcher Angebote nicht "trainiert" ist. Der Bedarf nach Beratung und Empowerment wird jedoch klar artikuliert. Aus diesem Grund wird neben dem neuen Angebot der Einzelfall- und Gruppenberatungen, die in ihrer Form an den Grundsätzen und Standards etablierter Beratungspraxis angelehnt werden, ein bundesweiter Austausch mit anderen Akteuren der Beratungslandschaft erfolgen.

Kooperation mit dem Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG)

Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit dem Bundesverband der Beratungsstellen VBRG will die neue Beratungsstelle des Kompetenzzentrums die Mitgliedsorganisationen des Bundesverbandes dabei unterstützen, ihr Angebot innerhalb der jüdischen Gemeinschaft bekannter und für diese Zielgruppe zugänglicher zu machen. Die Berater werden zu diesem Zweck für die Spezifika der Beratung Betroffener antisemitischer Gewalt geschult und dabei unterstützt, Kooperationen mit jüdischen Institutionen auf lokaler Ebene einzugehen, um die Zielgruppe besser zu erreichen.

Erste Fortbildung im Herbst 2017

Die erste Fortbildung mit dem Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ist für den Herbst geplant. Das langfristige Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung von Qualitätskriterien für die Beratung Betroffener antisemitischer Gewalt. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungsstelle ist die Sensibilisierung und Fortbildung von Fachkräften aus den Bereichen Schule, Kita und Jugendsozialarbeit zwecks Implementierung präventiver Ansätze im Umgang mit Antisemitismus.

Die neue Fach- und Beratungsstelle des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment wird im Zuge der Realisierung seines Angebots auch weiterhin eng mit seinen Kooperationspartnern, wie z. B. der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zusammenarbeiten.

Marina Chernivsky, Romina Wiegemann

 

 

„Agents for Change“ - Neue Fortbildung in Berlin

 

Zielgruppe: Jugendleiter und Jugendreferenten, die in jüdischen Institutionen im Bereich der Jugendarbeit aktiv sind.

 

Inhalt: Erwerb von Grundlagen der Empowerment- und Beratungsarbeit mit dem Ziel der Stärkung von jungen Menschen im Umgang mit rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

 

Termin 1. Modul: 06. - 09. Juli 2107 in Berlin

 

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